IGS - Integrierte Gesamtschule Landau


Differenzierung an der IGS

Differenzierung an der IGS Landau

Schematisches Modell der Differenzierung an der IGS Landau

   

Innere Differenzierung an der IGS Landau

 

Die IGS Landau fördert die Schüler/innen individuell. Die jeweiligen Potentiale werden weiter entdeckt und entwickelt. Schüler/innen werden in ihrer ganzen Persönlichkeit wahr- und ernst genommen. Deshalb muss der Unterricht mit differenzierenden Fragestellungen gestaltet sein, jeder muss an Inhalten arbeiten, die ihn selbst voranbringen.

Innere Differenzierung findet von der 5. Klasse an statt. Die Schüler/innen erhalten Aufgaben, die von Anfang an unterschiedlich sind. Die Vielfalt von einfachen und schwierigen Aufgaben fordert und fördert den Einzelnen. Schüler/innen  wählen ihre Aufgaben selbst aus und lernen, bei der Formulierung von Aufgaben beteiligt zu sein. Entscheidet sich ein Schüler/in für Aufgaben aus dem Basisniveau, erhält er am Ende eine Zensur, die diesem Niveau tatsächlich entspricht. Wählt er komplexere Aufgaben aus, wird dies ebenfalls Grundlage für eine Bewertung sein. In engem Austausch mit den Lehrkräften werden die Schüler/innen stets angeleitet, an die Grenzen zu gehen und diese zu erweitern. Wir differenzieren in der Menge des Stoffes, durch den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben, durch die Materialien, an denen die Schüler arbeiten, und durch unterschiedliche Lernzugänge.

In den Fächern Mathematik und Englisch werden die Schüler/innen in zwei Kursniveaus eingeteilt. Wir nennen diese Kurse Grundkurs und Erweiterungskurs. Aus jeweils zwei Klassen werden drei kleinere Gruppen gebildet. Dabei wird auf die Heterogenität der Gruppe geachtet, das heißt Kinder mit unterschiedlichem Begabungsniveau bilden eine Gruppe. Wir lehnen ganz bewusst eine Trennung der Begabungen ab. Im 8. Schuljahr kann im Fach Deutsch auf zwei Kursniveaus unterrichtet werden, im 9. Schuljahr in den beiden Fächern Physik und Chemie. Ein Wechsel des Kursniveaus ist zu jedem Zeugnis möglich. Im Zeugnis wird das Kursniveau ausgewiesen.

Diese Form der Differenzierung hat folgende Vorteile:

- In einer Klasse befinden sich normalerweise 30 Schüler/innen. In den gebildeten Kursen arbeiten höchstens 20. Hier kann sich die Lehrkraft intensiver um jeden Einzelnen kümmern und diesen fordern.

- Leistungsstärkere Schüler/innen werden durch gezielte Angebote an ihre Grenzen geführt.

- Leistungsstärkere Schüler/innen helfen leistungsschwächeren, sie lernen dadurch nicht nur fachlich, sondern erweitern ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen.

- Jugendliche finden untereinander fachliche Zugangs- und Erklärungsweisen. Dadurch lernen sie ihren eigenen Wissens- und Entwicklungsstand zu beschreiben und zu reflektieren.

- Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit wird gefördert.

- In einer homogenen Gruppe gäbe es immer nur Aufgaben für leistungsschwächere Schüler/innen. Das würde verhindern, dass sich Schüler/innen auch an anspruchsvollere Aufgaben wagen.

- Den Leistungsschwächeren werden Entwicklungsmöglichkeiten gegeben.

- Lernen in einer heterogenen Gruppe ermöglicht es, sich jederzeit an komplexen Aufgaben zu messen.

Der Text im pdf-Format zum Download und Ausdrucken

Das Konzept der Differenzierung an der IGS Landau (200,0 KiB)