IGS - Integrierte Gesamtschule Landau


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Winterarbeiten
Im Dezember stand die letzte Behandlung gegen die Varroa-Milbe an. Jegliche sonstige Störung der Bienenvölker wurde vermieden. Lediglich Kontrollen von außen (z.B. an den Fluglöchern) konnten stattfinden.
Winterarbeiten beziehen sich hauptsächlich auf Vorbereitung von Bautenteilen, insbesondere auf Zusammensetzung von Rähmchen, Bespannung, und Einlöten derselben mit Mittelwand-Wachsplatten. All dies haben wir vor der Bienensaison erledigt.
Wir waren fleißig wie die Bienen.

Drohnenschlacht
Drohnenschlacht

„Drohnenschlacht“ von Hugo Kopf

(Abtrieb der Drohnen aus dem Bienenvolk)

 

Man muss, bevor man den Vorgang beschreibt, das Wort berichtigen, das ihn als Drohnenschlacht bezeichnet. Nichts dergleichen findet statt. Genauer definiert: Es ist eine Vertreibung aus dem Paradies, in dem Brutmilch und Honig fließen.

Doch ist es wahr. Die Drohnen verlassen das Paradies nur ungern, wer möchte es ihnen verdenken. Aber da sie mangels einer Stichwaffe zur wirksamen Gegenwehr anders als durch störrisches, eselhaftes Beinstemmen unfähig sind, sich zu verteidigen, kann man nicht von einer Schlacht sprechen. Denn was sich im Spätsommer an den Fluglöchern der Bienenstöcke abspielt, kann man eher als Vertreibung bezeichnen.

Mit der ganzen Grausamkeit, zu der Arbeiterinnen fähig sind, gingen die Weiber unter den Bienen bei der Drohnenaustreibung zu Werke. Denn was geschieht wirklich?

Der Herbst naht, die Honigernte ist eingebracht, der Winter steht vor der Tür und viele Mäuler werden monatelang von den Vorräten aus Blütenpollen, Honig und Futtersirup zehren müssen. Es überwintert bei dem Bienenstaat ja nicht nur die Königin. Drohnen wären da, da sie nicht mehr gebraucht werden, nur unnütze „Fresser“.

Der Winter also erlaubt einem Bienenvolk nicht den Luxus nutzloser Kostgänger: Die Drohnen müssen vorher aus dem Haus. Das Privileg des freien Kostens im Stock hat nur die Königin. Alle Königinnen haben die Samentaschen randvoll und sind somit gut gerüstet für die Saison im nächsten Frühjahr.

Es sind nun nur noch vollwertige Arbeiterinnen, unterschiedlichen Alters, im Bienenstock. Grausam kann man die Arbeiterinnen nicht nennen, eher gründlich. Die Ammenbienen, die zuvor fast liebevoll die Madenbabys fütterten und behandelten, reißen nun ohne zu zögern die restliche Drohnenbrut, die erst noch zu Drohnen werden sollten, aus den Zellen heraus, ja sie saugen förmlich die Maden bis aufs Puppenhemd aus und befördern die traurigen, weißlichen Reste ins Freie.

Das gleiche Schicksal ereilt auch die abgearbeiteten Sommerbienen, die durch harte Erntearbeit gezeichnet sind. Sie werden wie die Drohnen unsanft vor das Flugloch gedrängt und abgestoßen. Unten im kühlen und von Tau genässten Gras überleben sie, wie die Drohnen, meistens nicht die folgende Nacht. Ihre kleinen starren Körper tragen nun die Meisen und Wespen fort. Das war die Drohnenschlacht und es war nicht eine Sache des hasserfüllten Augenblicks, kein Massenmorden in einer Nacht. Tagelang, manchmal über Wochen hin, bei heller Sonne findet die Austreibung statt, bis die Arbeitsbienen sicher sein können: Endlich wieder allein! Dass der Fortbestand der nächsten Bienengeneration wieder gesichert wird, werden im nächsten Frühjahr, bei der ersten Brut, auch wieder Drohnenmaden zu finden sein, die zu vollwertigen Bienenwesen heranreifen, um ihrer von der Natur zugedachten Aufgabe gerecht zu werden. Nachdem die Bienen an sonnigen Stunden im Herbst ihre Blasen entleeren konnten, macht der Imker das Flugloch mäusedicht und hofft, dass die Königin im Februar wieder fleißig Eier legen wird, um so das neue Bienenjahr mit all seinen Besonderheiten, wieder beobachten zu können.

Imker_Rheinpfalz