IGS - Integrierte Gesamtschule Landau


Presse-Mitteilung "Trialog der Kulturen"-Schulenwettbewerb

 

So kann Vielfalt im Klassenzimmer gelingen! Acht Schulen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben am Freitagnachmittag auf einem großen "Markt der Möglichkeiten" Projekte zur besseren Verständigung von Juden, Christen und Muslimen vorgestellt. Die Präsentation im Saarbrücker VHS-Zentrum markiert die Halbzeit im Trialog-Schulenwettbewerb der Herbert Quandt-Stiftung. Im Sommer entscheidet eine unabhängige Jury, welche Schulen mit Preisgeldern ausgezeichnet werden. Am Saarbrücker Stand der Integrierten Gesamtschule Landau wachsen Bäume in den Himmel - große Bäume und kleine, gebastelte und gemalte. Jeder von ihnen erzählt eine Geschichte - von der Liebe, von der Familie, vom Erwachsensein und von der Jugend. Die Landauer Schule hat das Thema der Wettbewerbsrunde wörtlich genommen und ins Bild gesetzt: "Wurzeln erinnern - Zukunft gestalten" lautet das Motto, das die Schüler bewog, sich aufzumachen und Geschichten in der eigenen Familie und bei Angehörigen verschiedener Religionen zu sammeln. Herausgekommen sind rührende, teils nachdenklich stimmende Momentaufnahmen, die die Schüler in kleine Baum-Kunstwerke gefasst haben. Ein winziges Bäumlein, so groß wie eine Hand, steckt in einem Weizensack. Es beschreibt die Erinnerung eines Imams, der die Briefe seiner ersten großen Liebe in einem Getreidesack auf dem Dachboden versteckt hatte. Ein anderer Baum erzählt die Geschichte einer Großmutter, die zum ersten Mal einen dunkelhäutigen Menschen gesehen hat, als amerikanische Soldaten am Ende des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland kamen. "Unsere Schüler sind richtige kleine Journalisten geworden", berichtet Schulleiter Ralf Haug. "Wir Lehrer hatten auch Fragen vorbereitet. Die konnten wir aber getrost für uns behalten. Die Schüler waren viel direkter und neugieriger in den Interviews." Auch Stammbäume haben die Schüler gezeichnet und ihre Familienmitglieder mit kleinen Reimen vorgestellt: "Papa Gerhard, der kann kochen, dieses macht er viele Wochen", lautet eine Beschreibung in Versen. Oder kürzer: "Der Opa Franz, der kann's." Auch die Schüler selbst können es! Dass sie mit dem Trialog der Kulturen tief in die Geschichte der Religionen in Landau und ihre eigenen Familiengeschichten eingetaucht sind, haben sie auf dem "Markt der Möglichkeiten" eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Seit 2005 schreibt die Herbert Quandt-Stiftung jährlich den "Trialog der Kulturen"-Schulenwettbewerb aus.
Rheinland-Pfalz: http://www.herbert-quandt-stiftung.de/rheinland--pfalz.

 

Jede Schule hat zunächst ein Startgeld in Höhe von 3.500 Euro erhalten, um ihre kreativen Projektideen verwirklichen zu können. Zum Ende des Schuljahres entscheiden die Juroren über die besten Beiträge und vergeben weitere Preisgelder in Höhe von insgesamt 60.000 Euro zur nachhaltigen Verankerung des Trialogs an den Schulen. Der "Markt der Möglichkeiten" gibt den Schulen zur Halbzeit des Wettbewerbs die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen und ihre Projekte der Jury vorzustellen.

Zeitungsartikel "Von Juden, Christen und dem Islam" Die Rheinpfalz

Film der Herbert Quandt Stiftung zum Schulenwettbewerb "Trialog der Kulturen"

Kurzfilm Herbert Quandt Stiftung
Herbert Quandt Stiftung - Trialog der Kulturen - Kurzfilm