IGS - Integrierte Gesamtschule Landau


Konzept allgemein

Konzept

WAS IST EINE INTEGRIERTE GESAMTSCHULE?

Die Integrierte Gesamtschule (IGS) ist eine weiterführende Schule mit gymnasialer Oberstufe für alle Kinder, an der alle Abschlüsse erreicht werden können. Lernende mit unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten werden gemeinsam unterrichtet. Durch Differenzierungsmaßnahmen erfolgt eine gezielte Förderung, so dass jedes Kind seinen angemessenen Lernweg finden kann. Die Entscheidung für den angestrebten Schulabschluss bleibt so länger offen.

Die IGS vereinigt also alle Bildungsgänge des gegliederten Schulwesens. Integrierte Gesamtschulen arbeiten nach den jeweils gültigen Lehrplänen und Bildungsstandards.

 

GEMEINSAMES LERNEN

In den vier fünften Klassen mit ihren Tutoren (Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern) werden zur besseren Förderung je nach Leistungsstärke der Schülerinnen und Schüler in einigen Unterrichtsstunden (z.B. in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik) kleinere Lerngruppen gebildet oder die Klasse von zwei Lehrkräften gleichzeitig unterrichtet. Verschiedene Sozialformen, Unterrichtsmethoden, Lernmaterialien und praxis- sowie problembezogene Aufgabenstellungen ermöglichen zudem eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler.

Ab der 6. Jahrgangsstufe setzen die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Neigung und ihrer Begabung aus einem breiten Angebot im Wahlpflichtbereich ihren eigenen Schwerpunkt:

• Französisch als zweite Fremdsprache

• Musisch-darstellender Bereich

• Naturwissenschaften

• Gesellschaftswissenschaften

• Praxis in der Schule - PidS

• Sport

Eine Versetzung findet erstmals von Klassenstufe 9 nach Klassenstufe 10 statt. Ziel der Gesamtschule ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, erfolgreich einen der folgenden Bildungsabschlüsse zu erreichen, die denen des gegliederten Schulsystems entsprechen: von der Allgemeinen Berufsreife (nach Klasse 9), über

den Qualifizierten Sekundarabschluss I (nach Klasse 10) bis hin zur Allgemeinen Hochschulreife (nach der 13. Jahrgangsstufe).

 

TEAMSCHULE – ABENTEUER GEMEINSAM LERNEN

An der IGS Landau werden alle Klassen der Jahrgänge 5 – 9 von je zwei Klassenlehrern, den Tutoren, betreut. Insgesamt acht Tutoren bzw. Tutorinnen eines Jahrgangs bilden zusammen mit ihren vier Klassen ein Team. Sie begleiten die Schülerinnen und Schüler bis zur 9. bzw. 10. Klasse. Dadurch können stabile soziale Beziehungen geschaffen werden.

Blick über den Zaun

Die IGS Landau ist seit 2011 stolzes Mitglied im Arbeitskreis 14 des Schulverbundes Blick über den Zaun. 1989 gründeten mehrere Schulen Blick über den Zaun. Dieser Schulverbund ist in insgesamt 14 Arbeitskreisen organisiert, in denen zwischen 6 und 8 Schulen aus Deutschland und Österreich mitmachen. Jeder Arbeitskreis hat zwei Patinnen, unsere beiden sind Annemarie von der Gröben und Ingrid Kaiser, beides Gründungsmitglieder im Jahre 1989. Blick über den Zaun bietet die große Chance, andere Schulen kennenzulernen und von ihnen zu lernen. Die Patinnen beraten bei den einzelnen Besuchen und geben ihren großen Erfahrungsschatz weiter. Allen Schulen gemein ist der Gedanke, die Qualität der Schule ständig weiter zu entwickeln, sich stets zu hinterfragen und der Wille, voneinander zu lernen. Die Schulbesuche bedeuten, dass Vertreter aller Schulen des Arbeitskreises und die Patinnen durch intensive Hospitation den Schulalltag der besuchten Schule kennenlernen und im Sinne kritischer Freunde an die Gastgeberschule Rückmeldung geben. Dies ist eine Form von Überprüfung der eigenen Arbeit, die die Schule im Einzelfall weiterbringen kann. Blick über den Zaun bedeutet eine Verpflichtung und eine Aufgabe zugleich.

Die grundlegenden Überzeugungen des Schulverbundes sind diese:

  • Es geht in der Schule um einzelne Menschen, die Kinder und Jugendlichen. Wir müssen sie in ihrer Unterschiedlichkeit annehmen und die Schule von ihnen und ihren Bedürfnissen her denken.
  • Lernen ist eine Sache der ganzen Person. Erfahrung und Erlebnis gehören ebenso dazu wie Belehrung und systematisches Üben.
  • Werte müssen täglich gelebt werden, ebenso wie demokratisches Handeln. Das ist keine Sache einzelner Fächer, sondern des Schullebens.
  • Gute Schulen entstehen nicht von selbst und kommen nicht von "oben". Verantwortlich für eine Schule sind diejenigen, die sie gestalten.