IGS - Integrierte Gesamtschule Landau


Schach an der IGS

Pfalzmeisterschaften für 4er-Teams

Am letztwöchigen Donnerstag und Freitag fanden in der nicht weit entfernten IGS in Wörth die Pfalzmeisterschaften im Schulschach für 4er-Teams statt.

Aufgrund des einschneidend dämlichen Termins mitten in der Notenstresswoche kamen wir dieses Jahr auf "nur" 7 Teams, so wenige wie schon lange nicht mehr. Dennoch Luxusprobleme.
 
Am Donnerstag traten neben den Grundschulen auch die Jahrgangsstufen 2007/08/09 an, in der wir gleich zwei Teams stellen konnten.
 
Beide Teams spielten jeweils 7 Spiele gegen andere Schulen. Für einen Mannschaftssieg gibts zwei Punkte, für ein Unentschieden jeweils einen Punkt. Und wer am Ende der 7 Runden die meisten Punkte hat, darf sich ein ganzes Jahr lang "Pfalzmeister" nennen. Auch der "Vize-Pfalzmeister" darf sich noch freuen, denn sowohl Meister als auch Vize sind für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften qualifiziert. Nicht einfach das!
 
Während unsere erste Mannschaft - bestehend aus talentierten Fünft- und Sechstklässlern - durchaus Ambitionen hatte, ging es für die Zwoote lediglich um Spaß und Turniererfahrungen sammeln.
Und unsere Erste mischte auch tatsächlich oben mit. Abgesehen von einer unglücklichen Niederlage gegen den späteren Turniersieger Hohenstaufen-Gymnasium Kaiserslautern war der Weg voller Siege, so dass in der Schlussrunde die Vizemeisterschaft im direkten Duell gegen das Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern ausgespielt wurde. Leider haben wir vergeigt (Nervosität?) und mussten uns am Ende mit einem undankbaren 4. Platz begnügen. Bester Spieler des Teams war Adam Johannes an Brett zwei mit 5 Punkten aus 7 Spielen (Applaus!!!).
 
Unsere Zwoote war aber noch etwas überfordert und konnte lediglich einen Sieg und ein Unentschieden einfahren, während die anderen fünf Begegnungen verloren gingen. Macht aber nix, Spaß hats gemacht - das war das Wichtigste! Und Platz 17 ist auch nicht sooo schlecht! Hier kam Nico Weber auf gute 3 Punkte aus 7 Spielen. Weiter so!
 
Am Freitag waren dann fünf Mannschaften der IGS Landau am Start, davon gleich drei in der "WK II" (Jahrgänge 2003/04). Auch hier hatten wir ein Team mit Ambitionen, das auf einen der zwei begehrten Plätze schielte, die zum Weiterkommen auf die RLP-Ebene ausreichen würde. Hier wurden nur 5 Runden gespielt, dafür mit einer Bedenkzeit von 30 Minuten pro Spieler und Partie.
 
Leider verlor man das Auftaktmatch gegen den ewigen Rivalen, das Lise-Meitner-Gymnasium Maxdorf, mit 1-3. Zwar gewann man alle weiteren Spiele - mit Ausnahme der Niederlage gegen den Topfavoriten und späteren Pfalzmeister Bolanden - deutlich, doch mehr als ein 4. Platz sollte nicht heraus springen. Bester Spieler war Yannick Petters am Spitzenbrett, der 4 Punkte aus 5 Spielen holte.
Auch unsere beiden anderen Teams enttäuschten nicht. So punktete unsere zweite Mannschaft gegen Ludwigshafen und Dahn und hatte in der Schlussrunde gar die Chance aufs Treppchen. Der spätere Vizemeister Europa-Gymnasium Wörth war dann aber eine Nummer zu stark. Platz 6 in dem starken Feld ist dennoch ein Achtungserfolg für unsere Jungs! Die besten Spieler waren hier Tom Zenneck und Peter Rapp, die beide auf 3 Punkte aus den 5 Spielen kamen.
Unsere dritte Mannschaft kämpfte derweil nah am Tabellenende ums Überleben. Dies glückte schließlich und man konnte das Ziel "nicht Letzter werden" relativ problemfrei erreichen. Platz 8 von 9 Teams war aufgrund der kämpferischen Einstellung absolut in Ordnung. In diesem Team schaffte Felix Holz sehr gute 3 Punkte.
 
Ein ganz heißes Eisen im Feuer hatten wir in der WK III (Jahrgänge 2005/06). Hier hatten wir es letztes Jahr bis zur Vize-Meisterschaft gebracht und wollten dieses Kunststück natürlich wiederholen. Das Team war um die erfahrenen Schulschach-Spezialisten aus der Klasse 9d Hannes und Harusan aufgebaut. Und die beiden enttäuschten nicht! 
Der gesundheitlich angeschlagene Hannes schaffte es am Spitzenbrett alle 7 Partien zu gewinnen. Harusan an Brett zwei legte mit 6 Punkten aus den 7 Spielen glänzend nach, so dass es keiner anderen Mannschaft gelang uns zu schlagen. In einer extrem spannenden Schlussrunde, als uns der direkte Verfolger Burg-Gymnasium Kaiserslautern beim Endspiel um Platz 2 alles abverlangte, bewahrten wir die Nerven und konnten den Angriff durch ein 2:2-Unentschieden abwehren. Dies bedeutete erneut den 2. Platz in der größten Konkurrenz (20 Mannschaften), so dass wir zusammen mit dem Pfalzmeister Max-Planck-Gymnasium Ludwigshafen zur Rheinland-Pfalz-Meisterschaft fahren dürfen. Wir sind sehr stolz auf Euch, Jungs!
 
Bei den Mädchen hieß es in den vergangenen Jahren immer "ach, die IGS Landau gewinnt ja eh wieder...". In der Tat können wir auf eine beeindruckende Siegesserie, die 5 Jahre andauerte, zurück blicken. Die letzte Niederlage datierte aus dem Jahr 2015, damals gegen das Hugo-Ball-Gymnasium Pirmasens. Danach folgten 7 Titel (!) in 4 ungeschlagenen Jahren. Eine Serie für die Ewigkeit? Vielleicht...
Leider konnten unsere Mega-Mädels dieses Jahr nicht teilnehmen, so dass wir in dieser Wertungsklasse wieder eine "normalsterbliche Schule" waren. Unsere Mädels - die erfahrenen Schulschachler Larissa Jeschur und Teresa Holz (Klasse 8a), sowie die Anfängerinnen Amelie Weiller und Amy-Sophie Drieß (Klasse 6b) spielten ob der geringen Anzahl von Mädchen-Teams in der WK III (siehe oben) mit. Immerhin gelangen Punkte gegen Ludwigshafen und Rockenhausen, was in der Gesamttabelle Rang 18 bedeutet, aber bei den Mädchen gar Platz 2. Letzteres bedeutet die wundersame Qualifikation zur Rheinland-Pfalz-Meisterschaft. Auch hier: Herzlichen Glückwunsch!! Beste Spielerin war Larissa am Spitzenbrett, die auf ordentliche 2,5 Punkte aus 7 Spielen kam.
 
Fazit: Die fetten (Mädchen-)Jahre sind vorbei und wir werden uns Berlin (Spielort der deutschen Meisterschaften) künftig nur aus der Ferne anschauen können. Trotzdem hat es wie immer Spaß gemacht, die Kinder waren sinnvoll beschäftigt, haben gekämpft, Freundschaften geknüpft und unsere Schule absolut würdig vertreten!
Die beiden Pokale aus der WK III und bei den Mädels werden künftig in der bald zu kleinen Pokalvitrine in der Mensa zu bestaunen sein. Schaut mal vorbei und staunt, wie erfolgreich unsere Schule im Bereich Schulschach war und ist. Viele andere Schulen können davon nur träumen.
 
Noch was am Rande: Die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft findet am Samstag, 29. Februar, (diesen Tag gibts dieses Jahr wirklich!) in rheinhessischen Oppenheim statt. Leider habe ich an diesem Tag selbst eine rheinland-pfälzische Einzelmeisterschaft, so dass ich nicht als Fahrer/Betreuer zur Verfügung stehe. Wer Zeit/Lust hat, mit unseren prima funktionierenden Kids auf eine abenteuerliche Schulschach-Reise zu gehen, der melde sich bitte in den nächsten Tagen bei mir. Es wäre schade, wenn wir die Teilnahme absagen müssten!

Landauer Schulschachmeisterschaften 2019

Hier geht es zum Bericht

Deutsche Schulschachmeisterschaft 2019

Im Januar hat unsere Schulschach-Mädels-Mannschaft den vierten Pfalzmeister-Titel in Folge erringen können, der uns zur Teilnahme an der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft, die im März in Wörth stattfand, berechtigt hatte. Auch dort waren wir nicht zu schlagen und feierten überlegen den dritten Rheinland-Pfalz-Meister-Titel in Folge, der uns den Weg nach Berlin ebnete. 

In unserer Hauptstadt fand nun in den letzten fünf Tagen die deutsche Meisterschaft statt, zu der jeder Landesverband seinen Landesmeister hinschicken durfte. Ausnahmen waren erlaubt, so konnten die mitgliederstärksten Verbände auch zwei Teilnehmer ins Rennen schicken. Unsere Mädchen vertraten in Berlin also nicht nur unsere Schule, sondern auch unser Bundesland. Und das, wie ich finde, überaus sympathisch und erfolgreich!

 

Wir spielten 7 Runden mit jeweils 60 Minuten Bedenkzeit, so dass eine Partie höchstens zwei Stunden dauern konnte. Jede Mannschaft bestand aus vier Spielerinnen, die in einer festen Reihenfolge an ihren Brettern spielten (Brett 1 die stärkste Spielerin bis Brett 4 die schwächste). Wir hatten schon immer das Glück, eine sehr ausgeglichene Truppe zu haben, so dass wir unsere Punkte eher an den hinteren Brettern suchen und gegen Teams, die 1-2 sehr starke Spielerinnen haben, an den vorderen Brettern auch mal mit Remisen zufrieden sind.

 

Nach dem Anreisetag am Mittwoch standen am Donnerstag gleich drei Spiele auf dem Programm, würde also - rechnet man noch die Zeit für Vor- und Nachbereitung der Partien mit ein - sehr heftig werden.

 

Unser Auftaktgegner kam aus dem Saarland: das Gymnasium Ottweiler. Schnell war aber klar, dass das Südwestduell sehr einseitig verlaufen würde. Besonders an den hinteren Brettern waren die Saarländerinnen völlig überfordert, so dass Julia Breiner (Brett 4) und Madeleine Haas (Brett 3) den Rheinland-Pfalz-Meister schnell mit 2:0 in Front brachten. Auch Eyleen Märdian (Brett 1) und Helena Wünschel (Brett 2) hatten sich Materialvorteil erspielt. Plötzlich griff Helena fehl und büßte mit einem Zug gleich Turm und Springer ein, so dass es noch einmal spannend wurde. Naja, nicht wirklich spannend, denn Eyleen brachte ihren Vorteil souverän nach Hause und erhöhte auf 3:0. Helena verteidigte sich noch umsichtig und erreichte nach fast 2 Stunden tatsächlich noch ein Remis, so dass wir die Auftaktrunde mit 3,5:0,5 gewannen.

 

In Runde zwei wartete allerdings mit dem Kant-Gymnasium Karlsruhe der erwartet schwere Brocken. Hier konnten wir unsere Leistung zunächst nicht abrufen und hatten dem badischen Meister nur wenig entgegen zu setzen. Lediglich Julia überspielte ihre Gegnerin und nahm ihr auf elegante Weise einen Springer ab. Die anderen drei konnten die Spitzenspielerinnen aus Baden aber nicht halten und gerieten in z.T. deutlichen Nachteil. Julia bekam dann mit Mehrspringer ein Remisangebot rein, welches sie - in Absprache mit ihrer Mannschaftsleiterin Eyleen - dann auch annahm, um wenigstens das 0:4 zu verhindern. Direkt danach setzte Madeleine einen Konter und konnte ihre verdutzte Gegnerin matt setzen. Helena und Eyleen verloren dann leider ihre Partien, so dass das 1,5:2,5 zwar nicht ganz unverdient, aber auf diese Weise eben saublöd zustande kam. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand ahnen, dass wir hier den neuen deutschen Meister am Brett hatten - und ihnen um ein Haar einen Punkt abgenommen hätten!

 

In Runde drei spielten wir gegen das Andreas-Gymnasium Berlin, der nominell in etwa unsere Preisklasse war. Hier kam Madeleine, die einige Feinheiten ihrer neuen Eröffnung (Holländisch - Leningrader System) nicht kannte, schnell unter die Räder. Zugegebenermaßen eine sehr schwere Eröffnung, wahrscheinlich war es einfach zu viel input in den letzten Tagen. Es sollte ihre einzige Verlustpartie im gesamten Turnier (!) bleiben!

Den Rückstand konnte Julia durch einen souveränen Start-Ziel-Sieg egalisieren. Die anderen beiden Partien gingen aber bis in die Zeitnotphase. Helena konnte sich schließlich befreien und mitten auf dem Brett die Dame ihrer Gegnerin fangen. Punkt und Führung für Landau! Eyleen konnte aber das Spitzenbrett der Berlinerinnen nicht halten und verlor ein schwer zu spielendes Endspiel. Mit dem 2:2-Unentschieden waren wir ganz zufrieden!

 

Nach sechs Stunden Schach - nur von den Essenszeiten unterbrochen - und der elend langen Partiennachbereitung gings dann für die Mädchen um 23.30 Uhr in die unbequemen Betten.

 

Auch der nächste Tag sollte anstrengend werden. Hier standen zwei Spiele auf dem Programm.

In Runde vier konnten wir gegen das EGE Annaberg-Buchholz aus Sachsen unsere Erfahrung ausspielen. Was tut man, wenn man sieht, dass Julia im Königsangriff und Eyleen im ausgeglichenen Endspiel steht? Richtig - man bietet remis an! Getan in ausgeglichener Stellung von Madeleine, die wusste, dass Julia und Eyleen in ihren Partien genau wissen, was sie tun und wozu sie in der Lage sind! Julia gewann alsbald im Königsangriff und brachte die Landauer wie erwartet in Front. Helena verlor nach einem leichten Fehler in der Eröffnung die Partie, war aber nicht schlimm. Denn Eyleen knetete und knetete ihre Gegnerin (immerhin rating 1566) bis es quietschte. Im 86. Zug konnte sie nach fast exakt zwei Stunden mit einer Restbedenkzeit von 38 Sekunden (!) ihre entnervte Gegnerin mattsetzen, so dass wir den sächsischen Meister mit 2,5:1,5 schlugen. Wie aus einem Guss!

 

In Runde fünf wartete das Mariengymnasium Papenburg aus Niedersachsen auf uns. Da war noch eine Rechnung offen, als wir den niedersächsischen Meister im letzten Jahr noch besiegen konnten. Allerdings hat sich das Team mit einem neuen Spitzenbrett verstärkt, so dass die Aufgabe dieses Jahr ungleich schwerer sein sollte. 

Hier vergeigte Julia bereits in der Eröffnung ihre Partie. Muss man so sagen! Sie nahm sehr ungeschickt einen vergifteten Zentrumsbauern, der den gegnerischen Türmen den Weg zu ihrem König öffnete. Material- und Partieverlust war die Folge. An Brett drei wurde aber eine Glanzpartie gespielt. Hier trumpfte Madeleine in ihrer englischen Eröffnung ganz groß auf und ließ ihrer Gegnerin, die eigentlich gar keinen richtigen Fehler machte, überhaupt keine Chance. Beste Landauer Partie in diesem Turnier und Ausgleich zum 1:1. Vorne wurden wir leider langsam und schmerzhaft überspielt, so dass den Niedersachsen die Revanche gelang. 1:3-Niederlage, was solls!

 

Und so ging auch der zweite Tag zuende. Wir standen nach 5 von 7 Runden mit 5:5 Punkten im Mittelfeld, hatten aber - abgesehen vom Auftaktgegner aus dem Saarland - ausschließlich stärkere Gegner. Nach dem Abendessen und der Partiennachbereitung hatten wir nach 20.00 Uhr wenigstens mal etwas Zeit uns zu sammeln, bevor es am nächsten Morgen weiter ging.

 

In der Vorschlussrunde bekamen wir es mit dem zweiten Vertreter aus Niedersachsen, dem Gymnasium Nordhorn, zu tun. Hier war das Team etwas verunsichert, da Madeleine über Bauchschmerzen klagte und sicherheitshalber ein schnelles Remis einstreute. Julias Gegnerin patzte einen Springer ein, Helena tat es ihr gleich. Beide Partie nahmen ihren gewohnten Lauf und es stand 1,5:1,5. Aber wir hatten einen Trumpf: Eyleen im ausgeglichenen Endspiel (jeder Springer + vier Bauern)! Auch wenn die Gegnerin mit rating 1488 über 250 Punkte mehr auf die Waage bringt - Endspiele werden von Eyleen grundsätzlich auf Sieg gespielt! Und so wurde das volle Programm ausgepackt: Opposition, Bildung einer Bauernschwäche, Überlastung der gegnerischen Figuren, Zugzwang, Bauerngewinn, Springertausch. Bis, tja, bis am Ende (also wirklich ganz am Ende nach über 100 Zügen) Eyleen eine folgenschwere Entscheidung traf und mit ihrem König aufs falsche Feld zog, was eine studienhafte Remisschaukel (bei 8 Sekunden Restbedenkzeit der Gegnerin) zuließ. 2:2-Unentschieden, äußerst ärgerlich!

 

Hier machte ich mir Sorgen um Helena, die sehr viele einfache Fehler in ihrem ansonsten guten Spiel hatte. Wurde aber durch ein Aufbaugespräch wieder eingerenkt.

Abends konnten wir unsere spärliche Freizeit dazu nutzen, um durch Lösen logisch aufgebauter Rätsel aus einem Berliner "Escape-Room" - die neue Lieblingsbeschäftigung unserer Mädels - zu entkommen.

Gute Nachricht auch von Madeleine: Bauchschmerzen weg.

 

Die Schlussrunde konfrontierte uns mit dem hessischen Meister, dem Gymnasium Oberursel. Nominell etwa auf unserer Höhe ließen wir den Hessinnen aber nicht den Hauch einer Chance und erspielten an allen vier Brettern absolut überzeugende Siege. Besonders für Helena hat mich dieser Sieg gefreut! Der 4:0-Kantersieg würde uns in der Endtabelle nochmal nach oben spülen!

 

Und so war es auch!

Mit 8:6 Mannschaftspunkten belegten die Mädchen der IGS Landau einen hervorragenden 7. Platz in der Endtabelle der 22 Teams, die man hier:

https://www.deutsche-schachjugend.de/2019/dsm-wk-m/tabelle/

 

ablesen kann.

In einem Foto-Finish bezwang das Kant-Gymnasium Karlsruhe die bislang führende Mannschaft, den bayrischen Meister Gymnasium Holzkirchen, und gewann vor dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium Berlin die deutsche Meisterschaft. Herzlichen Glückwunsch!

 

Auch unsere Einzelergebnisse können sich sehen lassen!

So holte Julia an Brett 4 mit 5,5 Punkten aus 7 Spielen (fünf Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage) die zweitmeisten Punkte an ihrem Brett und wurde mit einem Pokal belohnt.

Nicht minder erfolgreich war Madeleine an Brett 3, die auf superstarke 5 Punkte (vier Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage) kam.

Eyleen (3,5 Punkte) blockte gewohnt sicher die gegnerischen Spitzenspieler und Helena (2,5 Punkte) baute zu viele einfache Fehler mit ein, was ein besseres Resultat verhinderte.

Hier findet Ihr die Einzelergebnisse:

https://www.deutsche-schachjugend.de/2019/dsm-wk-m/igs-landau/

 

Im Anhang findet Ihr noch ein Bild unserer Mannschaft, die den Namen unserer Schule nun schon zum dritten Mal nach Berlin getragen hat. Von links nach rechts: Julia Breiner (MSS 11), Eyleen Märdian (MSS 11), Helena Wünschel (MSS 11), Madeleine Haas (7c)

Die Mädchenmannschaft der IGS Landau bei den deutschen Schulschachmeisterschaften 2019
Die Mädchenmannschaft der IGS Landau bei den deutschen Schulschachmeisterschaften 2019

RLP-Meisterschaft im Schulschach 2019

Die neuen Rheinland-Pfalz-Meisterinnen

Bericht zur Rheinland-Pfalz-Meisterschaft im Schulschach für 4er-Teams in Wörth.

Endlich mal eine Meisterschaft in der Nähe und nicht im Westerwald oder gar Hunsrück!

In jeder Wettkampfklasse waren jeweils der Meister und Vizemeister aus den Bezirken Pfalz, Rheinhessen, Rheinland-Trier und Rheinland-Koblenz qualifiziert, so dass pro Klasse 8 Teams am Start waren und ein Rundenturnier jeder-gegen-jeden spielten. 7 Spiele an der Zahl, die Bedenkzeit betrug 20 Minuten pro Spieler und Partie.
 
Unsere Jungs in der WK II (Jahrgänge 2004/2005) waren erstmals qualifiziert und gingen gleich hochmotiviert an die Bretter. Leider erwiesen sich die Anfangsgegner, das AVG Trier und das OSG Mainz (noch) als zu stark für unsere Buben, die enttäuscht zwei Niederlagen quittieren mussten. Besonders Hannes hat es hier schwer, brachten seine Gegner doch 1880 und 2060 rating auf die Waage.
Doch man fing sich und schlug das Thomas-Morus-Gymnasium Daun in beeindruckender Weise. Nach weiteren Siegen über Kastellaun und Bendorf, sowie Unentschieden gegen Ingelheim und Pfalzmeister Ludwigshafen stand die IGS mit 8:6 Mannschaftspunkten und Rang 5 ordentlich da.
Es spielten:
Brett 1:  Hannes Jensen (4 Punkte aus 7 Spielen)
Brett 2:  Yannick Petters (4,5 / 7) !
Brett 3:  Matthias Nägle  (3 / 7)
Brett 4:  Micha Burghard  (2,5 / 7)
 
In der WK Mädchen hatten wir gar zwei Teams am Start. Unsere Zwoote war eigentlich gar nicht qualifiziert, durfte aber durch die Absage der Koblenzer Schule an dem Turnier teilnehmen.
Schnell war aber klar, dass unser Nachwuchs hier (noch) überfordert war. Alle Spiele gingen verloren, so dass der 7. und letzte Platz für unsere erschöpften, aber doch nicht sooo enttäuschten Mädels zu Buche stand. Naja, es ist ja auch die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft und kein Käsekuchenturnier!
Es spielten:
Brett 1:  Clara Killguss  (2 / 7)
Brett 2:  Leonie Dorsch  (1 / 7)
Brett 3:  Melissa Heid  (1 / 7)
Brett 4:  leider kampflos, da Diana Walter krank wurde und (zu) kurzfristig abgesagt hat!
 
Unsere Erste ging als Titelverteidiger ins Rennen und war somit (Mit-)Favorit auf den Titel. Die Qualität der Meisterschaft hat allerdings sehr stark zugenommen, so dass der Ausgang völlig offen schien. Wir waren nominell nur das drittstärkste Team, so dass es einen guten Tag brauchte, um erneut erfolgreich zu sein!
In der Auftaktrunde hatten wir mit dem Rheinhessenmeister, dem Katharinen-Gymnasium Oppenheim, leichte Probleme. Beim Stand von 1:2 konnte unser Spitzenbrett Eyleen aber ein ausgeglichenes Endspiel studienhaft gewinnen und somit den 3:1-Auftaktsieg sicher stellen.
Dann wartete das ebenfalls als Favorit gestartete Sickingen-Gymnasium Landstuhl - im Januar hinter uns Vize-Pfalzmeister geworden - auf uns. Aber der zweite pfälzische Vertreter hatte nicht den Hauch einer Chance gegen unsere Mädels und musste sich mit 0:4 geschlagen geben. Landau an der Tabellenspitze - in der WK Mädchen ein mittlerweile gewohntes Bild.
Nach einem weiteren 4:0 über unsere überforderte Zwoote wurde uns die IGS Trier zugelost, an der Schach als Wahlpflichtfach unterrichtet wird. Aber auch hier zeigten unsere Mädels ihre Klasse und fertigten die Trierer glatt mit 4:0 ab.
In der Vorschlussrunde hatten wir dann den direkten Verfolger AVG Trier an den Brettern, den nominell stärksten Vertreter in der WK M. Und hier wars sackspannend!
Alle vier Partien wogten hin und her, bis unsere Mädchen auf einmal die Überhand gewannen. Erst schlug Madeleine an Brett 3 zu, als ihre Gegnerin in komplizierter Stellung den Überblick verlor und die Zeit überschritt. Dann gewann Julia an Brett 4 die Dame und konnte matt setzen. Erstaunlich glatt gewann auch Helena ihre positionell stark geführte Partie letztlich im Königsangriff. Beim Stand von 3:0 war der Kees gegessen, aber auch Eyleen am Spitzenbrett überfuhr ihre Gegnerin - die mehrfache Rheinland-Meisterin Sophie Biermann, DWZ 1693 - mit einem positionellen Schwarz-Sieg in der Sizilianischen Verteidigung auf absolut beeindruckende Art und Weise. Das 4:0 bedeutete nicht nur den Titel, sondern war auch ein dickes Ausrufezeichen an die Konkurrenz!
Mit drei Punkten Vorsprung konnte in der Schlussrunde also nichts mehr passieren und so konnte auch das AMG Koblenz den Siegeszug der Landauerinnen nicht aufhalten. Mit dem sechsten 4:0 in Folge schlossen wir das Turnier zum dritten Mal in Serie als RHEINLAND-PFALZ-MEISTER ab! 14:0 Mannschaftspunkte und 27:1 Brettpunkte (!) sprechen eine deutliche Sprache.
Es spielten:
Brett 1:  Eyleen Märdian  (7 / 7) !!
Brett 2:  Helena Wünschel  (6 / 7) !!
Brett 3:  Madeleine Haas  (7 / 7) !!
Brett 4:  Julia Breiner  (7 / 7) !!
 
Besonders hervor heben möchte ich die Leistung von Eyleen! Sie war am Spitzenbrett nominell eher Außenseiterin, ist aber wie ein Orkan über ihre Gegnerinnen hinweg gefegt und hat alle (!) Spiele gewonnen. Absoluter Glanztag heute!
 
Wir sind also schon wieder als Landesmeister für die deutsche Meisterschaft in Berlin qualifiziert! Ob wir da hinfahren, werden wir noch entscheiden. Die MSS 11 ziert sich ein wenig und möchte nicht so viel Unterrichtsstoff verpassen. Schau mer mal...
 

 

Hier geht es zum Bericht