IGS - Integrierte Gesamtschule Landau


Schulleiters Tagebuch

Schulleiters Tagebuch

Tagebucheintrag vom 15. Januar 2020

Am Sonntag fahren ein Kollege und ich zur Evangelischen Schule nach Berlin, wir hospitieren dort und geben der Schule eine Rückmeldung zu den Fragen, die sie uns aufgeben. Am Dienstagabend werden wir schon wieder zurück in der Pfalz sein. Begleitet werden wir von drei Schülerinnen, die ausgelost wurden mit uns zu fahren. "Die freuen sich wie Bolle" schreibt mir eine Lehrerin, die mit den Mädchen intensiv zusammenarbeitet. Ich finde es richtig spannend mit Schülerinnen gemeinsam eine andere Schule zu betrachten und auch Rückschlüsse auf unser eigenes Arbeiten zu ziehen. Was hat uns gefallen? Was würden wir auch umsetzen wollen? Wo gab es Dinge zu sehen, die weniger gelungen waren? Spannende Fragen, die wir sicherlich beantworten werden, wenn wir uns auf der Rückreise befinden. Im ICE von Berlin nach Hause haben wir ja ein paar Stunden Zeit dafür.

Tagebucheintrag vom 14. Januar 2020

Was habe ich, auch in diesem Tagebuch, schon geschimpft über das Schulverwaltungsprogramm, mit dem wir arbeiten müssen. An die Oberfläche dieses Programmes werde ich mich in meinem Leben definitiv nicht mehr gewöhnen, trist ist ein eigentlich noch harmloses Adjektiv in diesem Zusammenhang. Spötter meinen, hier habe das Geld nicht mehr gereicht. Aber heute muss und möchte ich einmal ein Lob aussprechen und zwar für den Support. Hier hat man es mit kompetenten Partnerinnen zu tun, die geduldig erklären und Probleme lösen. Wir fühlen uns gut vorbereitet auf das Erstellen von Zeugnissen, werden sicher noch ein paar Mal den Support in Anspruch nehmen müssen und haben aber auch das Gefühl die Sache einigermaßen im Griff zu haben. Vielen Dank!

Tagebucheintrag vom 13. Januar 2020

Als Lehrer für Darstellendes Spiel ist man mit seinem Unterricht sehr oft nah am Leben dran. Wenn ich z. B. übe eine der Situation angemessene Sprache zu entwickeln, kann das in der Welt da draußen richtig helfen. Für Schüler dieses Faches ist es selbstverständlich ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie ich in welcher Situation mit wem auf welche Art und Weise kommuniziere. Welches Fach kann das noch von sich behaupten? In welchem Fach lerne ich tatsächlich lebenspraktische Dinge? Ein bisschen gemein ist das schon, schließlich gehören zum Fremdsprachenlernen regelmäßige Vokabelübungen unbedingt dazu. Schließlich muss ich in Mathematik Formeln verstehen und anwenden können und eben üben. Und dennoch möchte ich durch das Betonen der Vorteile im Fach DS darauf hinweisen, wie wichtig Dinge wie angemessene Sprache situationsbedingt einsetzen zu können, tatsächlich sind.

Tagebucheintrag vom 10. Januar 2020

In diesen Tagen werden wir von Anfragen überrollt, wo Schülerinnen und Schüler auf unsere Schule wechseln wollen. Gerade in den Klassenstufen 10, aber auch für die Oberstufe, müssen wir da gut überlegen. Spätestens in der 10. Klasse wollen die Schüler oft einen Neuanfang. Wir werden helfen, wo wir helfen können und wollen. Die Angst der Eltern und Kinder keinen Platz an unserer Schule zu bekommen geht herum. Was wir möglich machen können, ermöglichen wir auch. In der Oberstufe haben wir in den letzten Jahren immer mit einer Zahl von 100 Schülerinnen und Schülern begonnen zu arbeiten. Dies soll auch in Zukunft so sein. Da unserer Erfahrung nach dem ersten Halbjahr der 11. Klasse weiter Anfragen kommen, sind wir hier eher zurückhaltend.

Für die 5. Klassen sind wir alle sehr gespannt. Ich habe in diesem Tagebuch schon des öfteren erwähnt, dass, sollten wir wieder mehr Schüler haben, als wir nehmen können, abgelehnte Schüler auf einem Gymnasium einen Platz erhalten werden. Gymnasien sind Pflichtschulen und dürfen keine Schüler ablehnen. Denken Sie daran.

Tagebucheintrag vom 09. Januar 2020

Was für ein aufregender Morgen. Die Schülerinnen und Schüler des Jahrganges 13 schreiben ihr erstes schriftliches Abitur im Fach Deutsch. Ruhig und konzentriert sitzen sie erwartungsfroh in der Mensa und jubeln in großen Teilen, als sie von der genehmigten Themenwahl hören. Gefühlt die meisten Schüler wollen Gedichte analysieren. Ich selbst hätte mich um die Erörterung gekümmert, welche als Aufgabenformat vom Mainzer Bildungsministerium gestellt wurde. Ein Text, das kann man ja jetzt verraten, über politische Korrektheit. Da ich des öfteren durchaus Schwierigkeiten habe politisch korrekt zu formulieren oder gar zu handeln, wäre die Bearbeitung dieses Textes besonders spannend gewesen.

Tagebucheintrag vom 08. Januar 2020

Morgens um 07.00 Uhr soll die Welt noch in Ordnung sein. Wenn Sie allerdings unser Sekretariat zu dieser Uhrzeit betreten, können Sie zwei Phänomenen begegnen. Die beiden Sekretärinnen sitzen am Telefon und bekommen einen Anruf nach dem anderen mit dem immmer gleichen Inhalt, meist der Entschuldigung irgendeines Schülers. Wenn nicht beide Telefone bimmeln, redet eine der Beiden mit einem Kunden, meist einem Schüler, aber durchaus auch Lehrern oder Eltern und klärt irgendetwas für den Tag. Am Kaffeeautomat stehen zwei Kollegen und reden ebenfalls miteinander, gefühlt oft gleichzeitig. Aus irgendeinem benachbarten Büro ruft womöglich ein Schulleitungsmitglied um Hilfe. Das geht so, Tag für Tag und oft stundenlang. Ich habe keine Ahnung, wie meine Sekretärinnen das aushalten, aber irgendwie schaffen die das. Ich jedenfalls würde verzweifeln.

Tagebucheintrag vom 07. Januar 2020

Heute am ersten Schultag im neuen Jahr müssen sich alle zuerst einmal wieder zurecht finden und aufpassen nicht gleich wieder von der Arbeit überrollt zu werden. Der Notenschluss ist nahe, Zeugnisse müssen geschrieben und ausgeteilt werden, die letzten Noten werden gemacht und es herrscht eine hohe Betriebsamkeit. An solchen Tagen wird mir wieder bewusst, wie unsinnig es ist Noten geben zu müssen. Wie kann ich eine Leistung im Fach Religion, in Sport oder in Musik tatsächlich mit einer Note bewerten wollen? Warum ist es nicht möglich Noten auszusetzen und dies mit Schülern zu vereinbaren, es ihnen zu erklären? So mancher Notenbefürworter kontert dann, in dem er darauf verweist, dass Schüler Noten unbedingt wollen, verschweigt aber dabei, dass es sich nur um einen Teil der Schüler handelt, nämlich jenen, der sowieso mit einer guten Note bedacht werden würde. Für den anderen Teil und den gibt es ja auch wäre dies nicht so dringend wichtig. Wenn ich an meinen Unterricht denke, freue ich mich auf meine Schülerinnen und Schüler und habe große Lust mit ihnen gemeinsam zu lernen. Wenn es dem Lehrer Spaß macht, macht es meistens dem Schüler auch Spaß. Natürlich ist nicht in jedem Alter die Lernfreude gleich hoch, wer selbst an seine Zeit als Schüler zurückdenkt, und das tut wirklich gut, der weiß, wie sehr man in bestimmten Jahren seiner Entwicklung zu kämpfen hat. Und das gehört vielleicht auch so. Und dennoch, am meisten Spaß in der Schule hat man, wenn man Lust hat auf Unterricht.

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