IGS - Integrierte Gesamtschule Landau


Schulleiters Tagebuch

Schulleiters Tagebuch

Tagebucheintrag vom 15. August 2018

Heute habe ich mich mit unseren zukünftigen Abiturienten getroffen, das heißt eigentlich mit dem Teil die sich aktiv um die Gestaltung der Abiturfeierlichkeiten kümmern. Was die leisten ist großartig. Sie kümmern sich und sorgen dafür, dass es am Ende eine ganz tolle Veranstaltung werden wird. Viele von ihnen sind seit neun Jahren auf unserer Schule und fürchten sich, so höre ich es immer wieder aus ihren Äußerungen heraus, schon ein bisschen vor Leben danach. Sie sind so mit dieser Schule verwachsen, dass es für sie schwer sein wird im März 2019 zu gehen. Die Abiturfeier bereiten sie jedoch sehr professionell zu, sie haben sich, genauso wie sie es gelernt haben, in Teams begeben, Verantwortlichkeiten verteilt und übernommen. Keine Arbeit ist ihnen zu viel, ihr Engagement ist wirklich toll. Auch ich werde sie sehr vermissen und freue mich nun auf die Monate, die ich noch mit ihnen haben darf.

Tagebucheintrag vom 14. August 2018

Hier ein Bericht einer unserer Herausforderungsgruppen (Zurück in die Vergangenheit):

 

Diese Gruppe hat sich etwas ganz besonderes vorgenommen! Sie leben 2 Wochen lang auf einer Wiese mitten im Wald ohne Empfang, Strom und jeglichen modernen Gegenständen. 

Nach ca. einer Stunde Fahrt mit schmalen kurvigen Straßen tief in den Wald hinein haben wir unser Ziel, die Geiswiese in Elmstein-Iggelbach erreicht.

 

 

 

 

 
Als wir ankamen, trauten wir unseren Augen nicht. Auf dieser wundervollen Wiese inklusive Feuerstelle mit Dach sahen wir wo wir auch hin sahen tapfere Herausforderer mit selbst geschaffenen Lederschuhen und einer Kleidung, die der des Mittelalters entsprach.
 
 Selbst geschaffene Lederschuhe
 
Hier ein Vergleich der Schuhe damals und heute:
 
 
"Die Lederschuhe sind aber total bequem, viel bequemer als meine Nikes", so ein tapferer Herausforderer.
 
Wir wurden direkt mit offenen Armen empfangen und herumgeführt. Wir waren wahnsinnig erstaunt über die minimalistische Ausstattung unserer Herausforderer.
Um Duschen oder die Hände waschen zu können, muss zuerst eine Pumpte betätigt werden, die das Wasser in ein anderes Gefäß pumpt, um es davon wieder per Hand in die Leitungen zu pumpen.
 
 
Um sich selber Essen zu besorgen, wurde fleißig geschnitzt und gebastelt. Es entstanden fantastische Speere und Angeln, mit denen tatsächlich eigenhändig Fische gefangen wurden. Außerdem wurden Messer, Gabel und Löffel geschnitzt, mit denen gegessen wird.
 
Selbst geschnitzte Löffel
 
Selbst erbauter Speer
 
Die Toilette hat selbstverständlich keine Spülung, hier wird nach dem Toilettengang Kalk benutzt.
 
Gewaschen wird sich per Katzenwäsche oder im Weiher, der ca 12 C° hat und wirklich frostig ist!
Die Kälte kann unseren Herausforderern aber nichts, einige haben sogar komplett darin gebadet.
Der Weiher, bzw ein Abzweiger ca. 100m von der Wiese entfernt, wird für den Abwasch verwendet. 
Abgewaschen wird selbst verständlich ohne Spülmittel oder Chemikalien, wir sind ja in der Vergangenheit.
 
 
Um sich selber von dem eiskalten Wasser zu überzeugen, hat sich unser Reporter Erik ins kalte Nass gewagt um  Krampfadern vorzubeugen ;)
 
 
Ein fließender Bach direkt am Platz der Herausforderer wird als Kühlschrank genutzt. Da das Wasser dort ständig fließt und kalt genug ist, funktioniert das wunderbar! Man muss sich nur zu helfen wissen!
 
 
Genächtigt wird in Zelten bzw unter dem Dach rund um die Feuerstelle. Doch ungestört sind unsere Helden nachts nicht ganz, eine kleine Fuchsfamilie kommt sie regelmäßig besuchen. Die Füchse sind aber lieb und harmlos, wie uns erzählt wurde.
Nach der Tour über die Wiese haben sich für uns alle versammelt und über die letzten 2 Wochen geplaudert:
 
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Das Gruppenfoto war für uns dann auch der Zeitpunkt zu gehen, denn hungrige Krieger (das Fleisch lag schon fertig auf dem Grill) lässt man besser nicht auf ihr Essen warten...


 

Während der Rückfahrt nach Landau fühlten wir uns als säßen im Delorean (Zurück in die Zukunft).

Auch für uns war der Besuch ein tolles Abenteuer mit einem Einblick in das Leben wie es früher gewesen sein muss. 
 
 
 
 

Tagebucheintrag vom 13. August 2018

Das Wochenende war geprägt von Anrufen der Herausforderungsgruppen, kleine Kriseninterventionen wurden besprochen und durchgeführt. Heimweh, Verletzungen an Arm und Bein, psychische Grenzsituationen, der ein oder andere Schüler und der ein oder andere Kollege weiß nun ganz genau, warum dieses Projekt so heißt, wie es heißt, Herausforderung eben. Über 300 sind unterwegs, viele Studenten als Begleiter sind dabei und Lehrerinnen und Lehrer, denen ich gar nicht oft genug danken kann. Zwei Wochen Verantwortung Tag und Nacht, das ist nicht ohne. Ich kann nur noch einmal darauf aufmerksam machen auf dem Blog, der auf der Homepage verlinkt ist zu gehen und die Tagesberichte zu lesen. Einfach großartig.

https://herausforderungen2018.blogspot.com/

 

Tagebucheintrag vom 10. August 2018

946 Schülerinnen und Schüler besuchen nun die IGS Landau. Für unsere Kinder sind wir da, sie zu unterstützen ist unsere Aufgabe so lange sie da sind. Ganz wichtig dafür ist eine ehrliche, auf Vertrauen aufgebaute Arbeit mit allen Eltern. Dies gelingt seit Jahren mit den allermeisten Eltern hervorragend. Nicht mit allen, manchmal tragen Eltern ihre untereinander stattfindenden Zwistigkeiten auf dem Rücken des Kindes aus. Besonders in diesen Fällen gilt es Flagge zu zeigen. Schließlich sind wir der Anwalt des Kindes. Traurig, aber wahr. Eigentlich habe ich mir vorgenommen in diesem Tagebucheintrag nur über Positives zu berichten, derzeit plagen mich jedoch vor allem die Negativerlebnisse sehr. Doch nun zum Positiven. Die Rückmeldungen, die ich von Eltern bekomme über das Glück, welches sie empfinden wenn sie ihr Kind aus der Schule kommen hören, sind einfach total aufbauend. Da weiß man als Schulleiter oder als Lehrer, warum man das macht, was man macht. Man kann etwas bewirken und das ist eine wunderbare Aufgabe.

Tagebucheintrag vom 09. August 2018

Mit unserer Oberstufe machen wir derzeit ganz lebenspraktische Module, unter anderen. Da werden Fragen besprochen, wie es geht, dass man Bafög bekommt, sich eine Wohnung sucht, ein Studentenwohnheim kontaktiert, versicherungsrechtliche Fragen klärt und überhaupt das Richtige für sich nach der Schule findet. Mir fällt dabei auf, wie sehr wir auf die Schiene Abitur und Studium setzen. Ich persönlich halte dies für eine Fehlsicht. Nicht jeder muss und soll studieren. Warum ist das eigentlich so? Lassen wir uns bei unserer Entscheidung zu sehr vom angeblich "Normalen" leiten? Ist es nicht opportun, auch wenn ich ein Abitur habe einen handwerklichen Beruf zu ergreifen? Wie sehr lassen wir uns von einer durch die Gesellschaft im Stillen vorgeschriebenen Meinung lenken? Wie sehr entscheiden wir selbst? Wird nicht vielmehr für uns entschieden?

Tagebucheintrag vom 08. August 2018

Die Drahtesel-Herausforderer riefen gerade an, sie sind verzweifelt. Sie wollten eigentlich mit dem Zug nach Hamburg fahren, hatten diesen fünf Monate vorher bereits gebucht und standen vor einer Anzeigetafel, die sie darauf hinwies, dass genau dieser Zug heute ausfallen würde und ersatzlos gestrichen sei. Wohl gemerkt, jeder Schüler hat seinen eigenen Drahtesel dabei, da kann man nicht einfach so unangemeldet in irgendeinen Zug steigen. Fünf Monate vorher gebucht und niemand bekam vorher eine Nachricht. Armes Deutschland. Dann der Anruf und die Frage, wie es weitergeht. Vor Ort in Frankfurt wurde fieberhaft versucht irgendeinen anderen Zug zu finden. Was, nachdem einer ganz netten Schaffnerin eindrücklich geschildert wurde, wohl deren Mitleid erregte und allein ihr ist es zu verdanken, dass die Gruppe kurze Zeit später tatsächlich in einem schnellen Zug nach Hamburg saß. Alle waren glücklich und haben ihre erste richtige Bewährungsprobe gut überstanden. So kann es weitergehen.

Tagebucheintrag vom 07. August 2018

Unsere Herausforderer sind alle unterwegs. Bei mir laufen alle Nachrichten ein. Schön ist es, wenn ich nichts höre, dann ist ja alles gut. Wenn man mit einer Gruppe unterwegs ist kann vieles passieren, auch Dinge, an die man vorher nicht gedacht hatte. Woran man denkt, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, ist ein Plattfuß. Unsere Gruppe, die die Alpen überquert, weiß jetzt schon ein Lied davon zu singen. Auf der zweiten Etappe schlug das Wetter um und sowohl Stürze als auch platte Reifen waren die Folge. Aber alle überstanden auch diesen Tag und sind jetzt abends müde ins Bett gefallen. Wenn Sie Nachrichten der Herausforderer verfolgen möchten, gehen Sie auf unsere Homepage und klicken Sie den Link an, der Sie zum Blogspot führt. In diesem Spot haben bereits einige Gruppen Tagesberichte eingestellt mit Bildern dazu. Eine tolle Sache, lohnt sich echt.

Tagebucheintrag vom 06. August 2018

Bei glühender Hitze beginnen wir das neue Schuljahr. In der Montagmorgenbegrüßung war die Turnhalle richtig gefüllt. Zum einen 112 neue Fünftklässler, wir sind damit fast 950 Schülerinnen und Schüler, und ein Teil der Herausforderer wollten begrüßt und verabschiedet werden. Die Fünftklässler hatten auch noch ihre Eltern mitgebracht, die zusammen mit den Begleitfahrzeugen der Herausforderer für ein respektables Verkehrschaos verursachten. Zufahrtswege, Busschleifen und Parkplätze waren hoffnungslos zugeparkt. Bevor die eigentliche Begrüßung losging, mussten zuerst einige Autofahrer anhand ihrer Kennzeichen vor dem Abschleppen gewarnt werden. Mit tosendem Applaus wurden die Herausforderer, die noch nicht unterwegs waren auf die Reise geschickt. Auch die Schüler der 9. Klassen durften ausziehen, ebenfalls beklatscht, sie alle machen ein dreiwöchiges Praktikum und werden hoffentlich als geläuterte Menschen in die Schule zurückkehren. Wir haben es oft und vielfach erlebt, Schüler, die drei Wochen jeweils 8 Stunden am Tag in der wirklichen Welt arbeiten müssen, sind froh und dankbar wieder ganz normal Schule zu haben. Unsere neuen Fünftklässler waren sehr aufgeregt, auch sie durften mit ihren Tutoren die Halle verlassen. Am Ende durften sich per Lied alle, die in den Ferien Geburtstag hatten, gratulieren lassen. Vergessen hätte ich beinahe zu erwähnen, dass Bürgermeister Ingenthron  unserer Schule einen Fairtradefußball schenkte und damit zugleich uns aufrief uns an der Fairtradeidee der Stadt Landau zu beteiligen. Ein schöner bewegender Schulbeginn.

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