IGS - Integrierte Gesamtschule Landau


Schulleiters Tagebuch

Schulleiters Tagebuch

Tagebucheintrag vom 16. Mai 2018

Heute waren zwei Felsen in unserer Schule. Die IGS Landau hat eine Kooperation mit den Rhein-Neckar-Löwen, dem designierten deutschen Handballmeister. Mads Mensah Larsen und Rafael Baena Gonzalez und der Co-Trainer Claus Gärtner führten eine Trainingseinheit mit den Oberstufenschülern der Leistungskurse durch. Dazu gesellten sich ein paar andere Schüler. Zuschauer waren auch genügend da. Organisiert wurde das Ganze vom Kollegen Simon Rendes, dem ich dafür herzlich danke. Es ist toll, wenn solche Stars mit den Kindern trainieren und wir dadurch vielleicht den ein oder anderen zum Handball bringen. Schön wäre es.

Tagebucheintrag vom 15. Mai 2018

Heute war ich in einer 6. Klasse und durfte einer Kollegin beim Unterricht zuschauen. Ich freue mich riesig, wenn ich in den Klassen sein darf. Die Schüler dieser Klasse zeigen mir ihre Freude ebenso. Sie sind ganz außer sich und wollen Aufmerksamkeit. Es ist ein angenehmes Gefühl, wenn man weiß, dass die Menschen mit denen man es zu tun hat es auch gerne mit einem selbst zu tun haben. Ich frage einen Jungen nach einem Bleistift und einem Blatt Papier, weil ich selbst natürlich nicht daran gedacht habe. Er trennt ein Blatt aus seinem Ordner und überreicht mir den Stift, nachdem er ihn frisch gespitzt hatte. Am nächsten Tag treffe ich seine Mutter, die mir davon berichtet, dass er erzählt habe und stolz gewesen sei, dass ich mit seinem Stift geschrieben habe. Das ist doch schön, nicht wahr?

Tagebucheintrag vom 14. Mai 2018

Heute war ich bei einer sehr interessanten Sitzung, bei der es um die Schulentwicklung ging. Bis zum Jahre 2023/2024 wird durch den Zuzug vieler Menschen die Bevölkerungszahl steigen und damit auch der Bedarf an Plätzen in den Schulen. Der Schulentwicklungsplan, der im Landauer Rathaus vorgestellt wurde, sieht die massive Erweiterung der Grundschulplätze vor. Die weiterführenden Schulen der Stadt Landau können sich ein wenig zurücklegen, da sie durch eine möglich Reduktion der Schüler der benachbarten Landkreisen, das Ganze steuern können. Doch die Plätze an den Grundschulen reichen bei weitem nicht aus. Hier gibt es natürlich verschiedene Ideen, wie den Bau einer neuen Grundschule oder auch den Anbau an bestehenden Systemen. Meines Erachtens brauchen wir dringend eine Grundschule im Bereich des Südens der Stadt, in der der Zuwachs, wenn man beispielsweise an den Wohnpark am Ebenberg denkt, massiv sein wird. Ich bin gespannt, wie sich das Ganze entwickeln wird und werde berichten.

Tagebucheintrag vom 09. Mai 2018

Heute hatten wir einen wunderschönen, sonnigen Tag und all unsere Schüler nahmen an den Bundesjugendspielen teil. Im Stadion war viel Betrieb, dank der großartigen Vorarbeit der Fachschaft Sport konnten in diesem Jahr so viel Schüler wie noch nie daran teilnehmen. Mir persönlich imponieren vor allem die Leistungen von jenen, denen Gott nicht die Begabung geschenkt hat weder schnell zu rennen, weit zu werfen oder zu springen. Und die sich dennoch anstrengen und ihr Bestes geben. Es ist üblich, dass Schüler für besonders gute Leistungen Ehrenurkunden und für gute Leistungen Siegerurkunden erhalten. In diesem Jahr erhalten wirklich alle teilnehmenden Schüler eine Urkunde, sie haben sie nämlich alle verdient. Das Fußballspiel der Lehrer gegen die Schüler fand auf hohem Niveau statt, auch in diesem Jahr gewannen wieder die Lehrer.

Tagebucheintrag vom 08. Mai 2018

Gestern durfte ich meine Schüler, die die Pfalzmeisterschaft und die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft im Schulschach gewonnen und das Bundesland bei der Deutschen Schulschach-Meisterschaft würdig vertreten haben, in den kleinen Saal der Festhalle begleiten. Dort wurden sie für ihren sportlichen Erfolg vom Bürgermeister gelobt und geehrt. Stolz nahmen sie ihre Medaillen entgegen, sie, das waren übrigens vier Mädchen. Was sagt uns das?

Am Abend besprachen wir uns noch mit den Eltern der Kinder, die im Sommer in unsere neuen 5. Klassen kommen. Wenn die Schülerinnen und Schüler genauso nett sind wie ihre Eltern, werden wir auch in diesem Jahr wieder einen tollen Jahrgang haben. Am Anfang hielt ich eine kleine Predigt, in der es vor allem darum ging, dass Eltern ihren Job machen. Und ein Teil des Jobs ist es unbequem zu sein, etwas  zu erlauben und etwas zu verbieten, Regeln zu setzen, die Grenzen klar zu definieren und das Kind beim Großwerden unterstützen. Das ist nicht immer einfach.

Tagebucheintrag vom 07. Mai 2018

Wir können zufrieden sein, das Sportgelände bleibt nun tatsächlich der Schule. Ich persönlich glaube, hätten wir uns nicht massiv gewehrt und hätten nicht viele Menschen aus vielen Parteien unser Anliegen unterstützt, hätte das Ganze auch anders ausgehen können. Und eines möchte ich noch einmal wiederholen, "Hut ab" vor unserem Bürgermeister, der bereit ist von seinem Plan in Teilen abzurücken und nach einer politischen Diskussion mit einem anderen Weg einverstanden zu sein. Das kann bei weitem nicht jeder.

Tagebucheintrag vom 04. Mai 2018

Wie schaffen wir es Kindern beizubringen wie sehr sich Lernen lohnen kann? Beinahe täglich stellen wir uns diese Frage. Würde man die Schülerinnen und Schüler dieser Schule fragen, ob sie gerne hierherkommen, ob sie sich wohlfühlen, viele würden mit einem selbstverständlichen "ja" antworten. Würde man sie genauer fragen, ob sie beispielsweise gerne Englisch oder Deutsch lernen, würde man doch mehr negative Antworten erhalten. Lernen ist Arbeit und Zwang. Wir bieten den Stoff nicht an, sondern verpflichten Schüler dies und das zu lernen. Noch allzu oft lernen bei uns Schüler für den nächsten Test oder die nächste Klassenarbeit und vergessen. Wenn ein Großteil dessen, was täglich in deutschen Lernstuben besprochen wird, wieder vergessen wird, ist das dann erfolgreiches Lernen? Normalerweise stellen wir uns diese Fragen nicht. Schließlich heißt es in den Unterricht gehen, vorbereitet sein, den wahnwitzigen Versuch einen Lehrplan zu erfüllen zu unternehmen. Die Alternative wäre viel öfter über den Sinn nachzudenken. Und dieses Gespräch auch mit den Schülern zu führen. Ein Beispiel aus der Klassenstufe 8: Im Mathematikunterricht beschäftigen sich die Schüler mit dem Thema Zinsen. Ist den Schülern das Problem bewusst? Wissen sie wozu es gut ist, wenn man Rechnungen zum Thema Zinsen durchführen kann. Wenn dies nicht der Fall ist, werden die Versuche der Mathematiklehrkräfte das Wissen um dieses Thema mit den Schülern zu teilen, in die Leere laufen. Wenn es hingegen gelingt so etwas wie lebensnahes Lernen zu vollbringen, wissen die Kinder etwas damit anzufangen. Einfach ist das nicht.

Tagebucheintrag vom 03. Mai 2018

"Lehrer arbeiten im Durchschnitt länger als andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Zu diesem Ergebnis kommt seit kurzem eine veröffentliche Metastudie der Georg-August-Universität in Göttingen.......Dabei zeigte sich, dass Lehrkräfte in einer Schulwoche 48 Stunden und 18 Minuten durchschnittlich arbeiten.......Die Wissenschaftler kritisierten überdies, dass es im Lehrerberuf häufig an Erholungsmöglichkeiten in den Schulpausen fehle und die 7-Tage-Woche in der Schulzeit obligatorisch sei." Auf der einen Seite ist es gut, wenn deutlich wird, wie viel Lehrer eigentlich arbeiten und ja, dass auch Dinge, die neben dem Unterricht laufen, wie z. B. Teamabsprachen und gemeinsame Unterrichtsvorbereitung für Lehrer Belastungen sind, für die es eine Entlastung geben muss. Auf der anderen Seite ist der Lehrberuf mehr als nur ein Job. Ich habe es mit jungen Menschen zu tun, die sich mir anvertrauen und die ich zu einem möglichst guten Ergebnis begleiten muss. Und hier kommt der eigentliche Punkt: Wenn ich in diesem Prozess Erfolge sehe, wenn ich als Lehrer Bestätigung erfahre, wenn mich Eltern und Kollegen unterstützen, wenn ich gerne zur Schule gehe, dann bin ich bereit Zeit zu investieren. Manchmal auch mehr Zeit. Wenn ich das Gefühl habe, dass Schüler mir mit Respekt begegnen und dass sie die Zusammenarbeit mit mir schätzen, dann arbeite ich auch gerne mehr. Die Frage von Mehrarbeit kann man nicht einfach an Stunden festmachen. Ob die Menschen gesünder sind, wenn sie 38,5 Stunden in ihre Lehrtätigkeit investieren und dann den Hammer fallen lassen, wage ich zu bezweifeln. Wir brauchen beides, Entlastung und die Freude am Beruf, die dazu führt nicht jede Stunde zu zählen.

Tagebucheintrag vom 02. Mai 2018

Heute wird meine Mutter 80 Jahre alt. Und ich überlege mir gerade, dass es das Jahr 1944 war als sie zum ersten Mal zur Schule gegangen ist, also genau ein Jahr bevor der zweite Weltkrieg sein Ende fand. Noch nie habe ich sie gefragt, ob sie sich an ihren ersten Schultag erinnern kann. Ob sie überhaupt 1944 einen ersten Schultag hatte, ob in dieser Zeit ein regelmäßiger Schulbesuch möglich war oder ob der Ausnahmezustand, in dem ein Volk gegen viele andere Völker dieser Erde einen Krieg angezettelt hat, dazu führte, dass die Kinder keine Schule hatten. Ich weiß es nicht. Wenn ich die geschichtlichen Ereignisse Revue passieren lasse die danach passiert sind, gibt es vieles, was ihr Leben wohl sehr geprägt hat. In den ersten Nachkriegsjahren brachte sie irgendwie ihre Schule zu Ende. Ich nehme mir nach diesem Tagebucheintrag vor mit ihr darüber zu sprechen.  

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