IGS - Integrierte Gesamtschule Landau


Schulleiters Tagebuch

Schulleiters Tagebuch

Tagebucheintrag vom 14. Februar 2019

Nein, ich werde heute keinen Tagebucheintrag zu dem heutigen Datum schreiben. Da rede ich doch viel lieber über das Wetter. Gerade läuft draußen mein Eichhörnchen spazieren und sucht wohl eine der Nüsse, die es vergraben hat. Der Himmel ist blau, die Sonne lacht, es ist zwar kalt aber man hat bei diesem Wetter richtig Lust nach Draußen zu gehen und aufzuatmen. Endlich scheint die graue Zeit vorüber. Wie sagen wir Pfälzer: "Es geht nauszuus....". Und dem Augenblick, in dem diese Zeilen geschrieben werden, kommt auch die Meise wieder, die ganz oft in dem Busch vor meinem Bürofenster sitzt. Leider fliegt diese Meise trotz aller getroffenen Vorsichtsmaßnahmen, wie z. B. angeklebte Raubvogelattrappen immer wieder an mein Fenster und haut sich die Birne an. Vermutlich will es auf meine immergrüne Palme, die so langsam einen anderen Ort braucht, weil sie an die Decke gewachsen ist. Ein Tipp in diesem Zusammenhang für alle Blumenfreunde, das Einzige was diese Pflanze an Düngung von mir bekommt, ist kalter Kaffee und dennoch wächst sie wie der Teufel.

Tagebucheintrag vom 13. Februar 2019

Delegieren ist überlebensnotwendig.  Wer in größeren Systemen arbeitet und eine Schule mit 1000 Schülern und 80 Lehrern ist ein größeres System, muss Verantwortung abgeben und dann vertrauen. Notwendig, aber manchmal richtig schwer. Die Gefahr, dass man sich dann doch einmischt, ist groß. Schließlich kann man das dann doch besser und schneller, meint man jedenfalls. Wenn man niemanden hat, der einem das manchmal sagt, ist man arm dran. Dann macht man eigentlich nichts richtig, fängt dies oder jenes an, ohne es jeweils gründlich durchdacht und zu Ende geführt zu haben und schiebt irgendwann einmal einen immer größeren Berg vor sich her. Wunderbar ist es, wenn man Menschen hat mit denen man zusammen arbeitet und ehrlich kommuniziert. Und wenn man dann auch noch Spaß hat, ist das Ganze ja fast als perfekt zu bezeichnen. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen Leiter dieses Systems zu sein.

Tagebucheintrag vom 12. Februar 2019

Die Kleinen waren bei mir. Sie haben vom Klimastreik gehört, keine Ahnung von wem. Sie möchten dabei mitmachen. Ich erklärte ihnen, dass ich ihnen nicht erlauben dürfe zu streiken. Sie wollen sich davon dennoch nicht abhalten lassen. Sie machten praktische Vorschläge, was jeder Einzelne tun kann um die Umwelt zu retten und das Klima zu schützen. Sie sind davon überzeugt, dass es ihnen gelingt auch andere Schüler mit ihren Ideen anzustecken. Und ich bin davon überzeugt, dass diese Schüler, die Vorbilder für alle sind, mit ihrem Engagement in unserer Schule nicht auf taube Ohren stoßen.

Tagebucheintrag vom 11. Februar 2019

Von heute an werden sich bis Mittwoch Schülerinnen und Schüler für unsere gymnasiale Oberstufe anmelden. Sie kommen von Realschulen und Gymnasien. Auch in der Oberstufe sind unsere Plätze begrenzt, wir werden hier sicher nicht alle nehmen können, die sich bei uns anmelden wollen. Ich freue mich auf die Gespräche mit den Schülern, die aus ganz unterschiedlichen Schulen zu uns kommen. Von einer anderen Schule zu uns zu wechseln, ist immer auch ein Sprung in eine andere Welt, das muss man wollen und können. Schüler, die bereit sind Neues zu entdecken nehmen wir gerne.

Tagebucheintrag vom 08. Februar 2019

In der kommenden Woche werden uns die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 13 mit den unterschiedlichsten Kostümen erfreuen. Irgendwie machen unsere Schüler hier das Gleiche wie gefühlt alle Schüler, die ein Abitur ablegen in jeder deutschen Schule. Aber dennoch ist dies eine ganz pfiffige Aktion, weil sie noch einmal zum Schluss Gemeinschaft stiftet. Sie verkleiden sich wie an ihrem ersten Schultag oder als Schlafmützen und ich bin ganz sicher, dass sich vor allem einige Mädchen wieder ganz gehörig in der Kleiderwahl vergreifen. Aber das gehört scheinbar zu solch einer Aktion dazu.

Tagebucheintrag vom 07. Februar 2019

Je länger ich im Schuldienst bin, desto mehr wird mir klar, wie sehr es auf die Haltung des Einzelnen ankommt, ob als Lehrer, Schüler, Sekretärin, Hausmeister oder Putzfrau. Wir alle verkörpern eine bestimmte Haltung. Dabei gibt es Haltungen, die zuträglich und eben auch welche, die nicht zuträglich sind. An unserer besonderen Schule brauchen wir Menschen mit besonderen Haltungen. Lehrer müssen nicht von oben herab den Einzelnen behandeln, sondern immer wieder versuchen die Stärken jedes Einzelnen zu entdecken und diese zu fördern. Haltungen entstehen im Laufe des Lebens, meist unreflektiert und durchaus unbewusst. Irgendwann sind wir halt einfach mal so wie wir sind. Wir denken darüber oft wenig nach. Was ist eigentlich mein Verständnis vom Leben und Arbeiten? Mit welchem Blick betrachte ich den Schüler? Wie schaffe ich es in einer guten Beziehung zu sein? Wer an der IGS Landau arbeitet, weiß, wie wichtig es ist zu erkennen, dass jeder Mensch für sich ein Individuum ist, das in einer Gemeinschaft lebt. Oder anders formuliert in einem System. Wenn ein Schüler eine schlechte oder keine Leistung erbringt und zur gleichen Zeit seine Eltern sich gerade trennen, muss dies der Lehrer in der Einschätzung des Schülers bedenken. Dieses Kind lebt in einem schwierigen System, alles, was es täglich erlebt bringt es mit in die Schule. Wenn wir mit unseren Kindern reden, wenn wir etwas über sie wissen, dann können wir ihnen vielleicht helfen, dann werden wir uns auch in Geduld üben, wenn es mal nicht so gelingt. In einer solchen Schule erleben wir gerade in der Schulleitung und im Sekretariat täglich wie unterschiedlich die Systeme sind, in denen die Kinder leben. Und um zur Haltung des Lehrers zurück zu kehren, ein guter Lehrer weiß um die Systeme, übrigens auch um sein eigenes. Ein guter Lehrer bildet den ganzen Menschen und blickt hinter die Noten.

Tagebucheintrag vom 6. Februar 2019

Dies ist das Vorwort zu einem Ratgeber für Eltern, wenn es um die Spielwelten der Kinder geht. Und hier der Link zur Broschüre:

https://www.gutes-aufwachsen-mit-medien.de/informieren/materialien.cfm?key=1590&aus=11&fbclid=IwAR1LE1k7TyfyekJr9rHvdWGzf2uRR56itGK4rE3oWUnKASyBq29nheXo7Zs

 

frei nach Immanuel Kant ist das Spiel im Unterschied zur Arbeit eine Beschäftigung, die für sich selbst angenehm ist. Auch die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen betont das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Spiel. „Spielst du mit mir?" ist eine beliebte Kinderfrage. Spielerisch entdecken Kinder ihre eigene Welt, ihre Fähigkeiten und den Spaß daran, sich mit anderen zu messen.

Aber was, wenn nicht mehr Holzfiguren und Karten, sondern der Bildschirm im Mittelpunkt des Spielgeschehens steht? Computer- und Videospiele sind in unserer Gesellschaft längst ein fester Bestandteil des Alltags, auch in der Familie. Wurde früher - und so lange ist das noch nicht her – auf dem PC und der Konsole gespielt, befindet sich das Spielfeld heute auf dem Tablet oder dem Smartphone. Auch digitale Spiele sind angenehmer Selbstzweck und spielerische Auseinandersetzung mit der Umwelt zugleich. Aber der Umgang mit digitalen Spielen will gelernt sein. Auch „Digital Natives" brauchen eine gute Medienbildung.

Aufgabe der Eltern und Erziehenden ist es, die Kinder von Anfang an in die Medienwelt zu begleiten und auf ungeeignete Inhalte und Risiken zu achten. Insbesondere sollten Kinder und Jugendliche nur solche Spiele spielen, die für ihr Alter freigegeben sind. Dafür wünschen sich Eltern und Erziehende Orientierungshilfen. Die Broschüre „Digitale Spiele – Pädagogisch beurteilt" der Stadt Köln ist ein wertvoller Beitrag für ein gutes Aufwachsen mit digitalen Medien. Neben den Alterskennzeichen und dem fachlichen Blick aus der Medienpädagogik wird auch die Meinung von Kindern und Jugendlichen einbezogen. Viel Spaß beim Spielen!

 

Tagebucheintrag vom 05. Februar 2019

Kämpfen Sie auch mit der Pubertät? Wissen Sie auch des Öfteren mal nicht mehr weiter? Geht ihnen das Gedaddel am Computer oder das unaufgeräumte Zimmer so tierisch auf die Nerven, dass Sie am liebsten davonlaufen würden? Dann habe ich einen Vorschlag für Sie. Setzen Sie sich in einer ruhigen Minute einmal hin, schließen Sie die Augen, vielleicht machen Sie sich eine entsprechende klassische Musik auf den Kopfhörer. Und dann denken Sie zurück. Wie war das denn mit Ihnen als Sie 13 oder 14 oder 15 Jahre alt waren? Waren Sie ein stets braves Kind, das täglich die Hausaufgaben mit einer fein säuberlichen Schrift in ein Heft ohne Eselsohren gezaubert hat? Fanden Sie es wirklich lustig, wenn Ihre Mutter tatsächlich eine halbe Stunde vor Schulbeginn aus dem Bett scheuchen wollte? Haben Sie Ihr Pausenbrot gegessen oder lieber das Brötchen vom Kiosk? Haben Sie niemals einen Lehrer oder eine Lehrerin belogen? Von Eltern ganz zu schweigen........                                 Hatten Sie Knutschflecken? Was hat Sie in der Schule am jeweiligen Fach wirklich interessiert? Wurden Sie in der Schule geschlagen oder auf eine andere Art und Weise schlecht behandelt? Haben Sie das mit Ihren Eltern besprochen? Wurden Sie aufgeklärt? Viele weitere Fragen können Sie sich bei Gelegenheit selbst ausdenken. Wenn Sie sich nun die Mühe machen zu diesen Fragen aufrichtige Antworten zu finden, was bedeutet das für Sie als Eltern heute.

Tagebucheintrag vom 04. Februar 2019

Ich habe in diesem Tagebuch schon des Öfteren den Satz geschrieben: "Unterricht ist keine Privatsache". Obwohl wir eigentlich genau das in unseren Schulen weitgehend praktizieren. Normalerweise geht ein einziger Erwachsener in einen Raum mit Schülerinnen und Schülern und schließt die Tür. Alle Räume im gesamten Schulhaus sind geschlossen. Dann wird Unterricht tatsächlich zur Privatsache. Sind die Türen offen wird der Unterricht quasi deprivatisiert. Der Lehrer gibt durch die offene Tür anderen Erwachsenen oder auch anderen Schülern den Hinweis, komm doch rein, setz dich hin, schau zu und staune. Soweit die Wunschvorstellung. Es gibt Schulen, vor allem Privatschulen, die es sich leisten können Räume neu zu gestalten. Einige innovative neue Raumkonzepte machen genau das, sie öffnen Räume, lassen gar Türen und Wände weitgehend verschwinden und schaffen große ansprechende Bereiche, in denen das Lernen automatisch anders angelegt sein muss. In diesen Schulen gibt es auch Hörsäle, in denen ab und an Vorlesungen stattfinden, aber wohl gemerkt dann und wann. Mir jedenfalls gefällt diese Vorstellung von Schule sehr.  

Tagebucheintrag vom 01. Februar 2019

Die Uni ruft.

Wie wäre es mit einer Beteiligung am Klimastreik. Wir reden und denken nach. Ziviler Ungehorsam muss manchmal sein. Wir werden in der Schule überlegen wie wir mit unseren Schülern das Projekt unterstützen können, heute wurden intern Ideen geboren, es ist an der Zeit sich einzumischen und mit unseren Schülern ernsthaft an diesem Thema zu arbeiten.

Zusammen mit der Uni und mit anderen Schulen werden wir an dem Thema arbeiten.

Wir ziehen in unseren Schulen Kinder groß und machen die Augen zu, schwimmen mit machen einfach immer so weiter. Wir brauchen Menschen, die sich einmischen und für ihre Rechte eintreten, keine uninteressierten Jasager, sondern unbequeme Querdenker. Das ärgert und regt auf, zumindest jene, die den Weg vorgeben.

Auf jeden Fall werden wir in der IGS Landau in irgendeiner Form die Aktion des schwedischen Mädchens unterstützen.

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