IGS - Integrierte Gesamtschule Landau


Schulleiters Tagebuch

Schulleiters Tagebuch

Tagebucheintrag vom 19. Februar 2018

Jeder Mensch lebt in seiner jeweiligen Komfortzone. Man lebt ein Leben, in dem sich Routinen und regelmäßige Abläufe Tag für Tag wiederfinden. Störungen werden als unangenehm empfunden und vergessen, verdrängt, ignoriert. Mit einer Störung befasse ich mich einfach nicht, schließlich habe ich einen Plan vom Tag und der soll auch genauso laufen. Auch wir Lehrerinnen und Lehrer haben unsere Komfortzone und auch wir gehen mit Störungen wie eben beschrieben um. Wenn einer eine Idee hat und seinen Mitmenschen und sich selbst mit dieser konfrontiert und diese spüren, dass hierbei möglicherweise das Verlassen der Komfortzone gefordert ist, greifen Abwehrmechanismen. Die Schilder werden hochgefahren, die Stacheln gestellt. Zitat: "Ja, aber...." oder "Das kann doch gar nicht klappen" oder "Das haben wir doch schon immer so gemacht".....

Menschen lieben ihre Komfortzonen und sind Meister jeglicher Angriffe von außen im Keime zu ersticken. Eigentlich ist das richtig schade und gleichzeitig verhindert es Veränderung. Ich freue mich jedes Mal, wenn dieses Muster durchbrochen wird.

Tagebucheintrag vom 16. Februar 2018

"Ich hasse die Langeweile.Wenn ich noch einmal die Langeweile treffe, fresse ich sie auf."

Heute hatten wir die Theatergruppe  Mutabor vom Caritas- Förderzentrum St.Laurentius und Paulus Herxheim zu Gast an der Schule. Für unsere 5., 6. und 7. Klassen führte die Gruppe ein Theaterstück auf:

 

Max hat sich sein Wolfkostüm angezogen und macht Unfug. Seine Eltern schimpfen ihn "wilder Kerl" und schicken

ihn ohne Abendessen ins Bett. Max' Zimmer verwandelt sich plötzlich in einen Wald. Er steigt in sein Segelboot

und begibt sich auf eine abenteuerliche Fantasiereise über die Weltmeere. Er landet bei den wilden Kerlen, sie

lassen sich von ihm zähmen und machen ihn schließlich zum König. Aber Max bekommt Heimweh und segelt

zurück.

Tragende Ausdrucksmittel der Inszenierung sind chorische Elemente, Musik, und der traditionelle Mix aus

Schatten- und personalem Sprechtheater.

Mutabor ist die Theatergruppe vom Caritas-Förderzentrum St. Laurentius und Paulus. Die Gruppe besteht mit

wechselndem Ensemble seit über 20 Jahren. Wir spielen in Schulen, bei Festivals und in Theatersälen.

Im Jahr2012 gewann Mutabor mit dem Stück "Der gestiefelte Kater" bei den Theatertagen am See in Friedrichshafen

den Preis im Bereich Kinder- und Schultheater.

 

Vielen Dank für euer Theaterspiel, es hat uns sehr viel Spaß gemacht!

 

 

Tagebucheintrag vom 14. Februar 2018

Wissen Sie, was ich mir wünsche? Verantwortungsbewusstsein. Wenn ich Dreck mache, bin ich dafür verantwortlich den Dreck weg zu räumen. Wenn ich den Dreck bei mir Zuhause mache, kann ich mich entscheiden. Ihn entweder weg zu räumen oder ihn zu lassen, ist ja mein Zuhause. Wenn ich irgendwo Gast bin und Dreck mache, muss ich ihn wegräumen. Wenn ich an deutschen Autobahnen entlang fahre, sehe ich verantwortungsloses Handeln, kaum ein Kilometer ohne Unrat. Was für ein Irrsinn. Wenn ich vor unserer Turnhalle nach Sportveranstaltungen Zigarettenkippen und leere Flaschen entsorgen muss, büße ich für das verantwortungslose Verhalten anderer Menschen. Auf unserem Schulgelände befindet sich eine Sporthalle, die für allerlei öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung steht. Also hier auch wieder das gleiche Prinzip. Gäste kommen ihrer Verantwortung nicht nach und lassen ihren Dreck einfach liegen. Wenn ich meinem Schulträger davon berichte und er dies an die jeweiligen verantwortungslosen Verantwortlichen weitergibt, geht das aus wie das berühmte "Hornberger Schießen". Keiner war es, wir können doch nichts dafür, das war schon alles da gelegen, das müssen irgendwelche Jugendliche gewesen sein, die illegaler Weise das Schulgelände betreten haben, am Ende waren es noch die Schüler selbst oder vielleicht doch ich.

Tagebucheintrag vom 09. Februar 2018

Heute feiern wir Fasching, auch ich bin verkleidet, ein Helau kommt trotzdem nicht über meine Lippen. Wir feiern eine laute und ein leise Party. Die leise Party findet im Schülercafé statt, die laute Party in der Sporthalle. Für diejenigen, die Fasching völlig ablehnen, war die Bibliothek zugänglich. Die 3 Schulstunden, die wir für die Party zur Verfügung gestellt haben, sind wie im Flug vorüber gegangen, die Musik, die ich dort erleiden musste, verdiente ihren Namen nicht. Den Rest des Tages musste ich mich kopfschüttelnd an einige Textpassagen erinnern. Wirklich seltsam, was da so manchen "Dichter" aus der Feder kriecht. Und nicht nur seltsam, sondern ziemlich oft vor allem frauenfeindlich. Das Verrückte an der Sache ist für mich immer wieder, wie viele junge Mädchen lauthals diese Texte mitsingen. 

Tagebucheintrag vom 08. Februar 2018

Heute war unser nächstes Bildungserlebnis, Schülerinnen und Schüler haben in den verschiedenen Jahrgängen die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentiert. Bei meinem Rundgang durch die Jahrgänge konnte ich mich von der Qualität der Arbeit überzeugen. Je älter die Schüler werden, desto anspruchsvoller werden die Texte und die Ergebnisse. In der 10. Klasse hat man sich mit dem Kriegen in Korea und im Nahen Osten beschäftigt, jeder Schüler und jede Schülerin übernahmen ein Teilgebiet und formulierten mit Quellenangaben einen eigenen Text dazu. In der 9. Klasse führten so manche Schüler mir beim Thema Nachhaltigkeit vor Augen, was die Menschheit in dieser Welt so alles anrichten kann. Ganz beeindruckend ein Vortrag zweier Schülerinnen, die sich um das Thema Lichtverschmutzung gekümmert hatten. In der 7. Jahrgangsstufe waren sie in die Welt des Mittelalters eingetaucht, in der 5. ging es gar bis zurück in die Steinzeit. Was mir in Bezug auf die Bildungserlebnisse auffällt, ist die große Mühe, die sich alle geben ein Ergebnis zu präsentieren. Die Frage ist, ob es immer ein Ergebnis braucht, ob es nicht auch reicht zu zeigen woran ich als Schülerin oder Schüler gerade arbeite. Vielleicht war der ein oder andere noch gar nicht fertig, vielleicht hätte man auch noch ein Stück weiter forschen können. Zwingen wir unsere Schülerinnen und Schüler zu sehr auf ein Ergebnis hin zu arbeiten und nicht an etwas dran zu bleiben? Vielleicht entwickeln wir die Tiwo weiter genau in dieser Hinsicht. Für die Eltern und Familienmitglieder, die zum Bildungserlebnis kommen, muss dann klar sein, dass die Präsentation ein Zwischenergebnis darstellt.

Tagebucheintrag vom 07. Februar 2018

Morgen ist unser nächstes Bildungserlebnis. Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5, 6, 7, 9 und 10 zeigen, was sie in dieser Woche in ihren Projekten gearbeitet haben. Ich hoffe sehr viele Eltern begrüßen zu dürfen, die ihren Kindern und deren Lehrern ihre Wertschätzung erweisen. Diese liegt darin sich für das Lernen ihrer Kinder zu interessieren. Bei dieser Gelegenheit auch schon Mal zu schauen, was im kommenden Jahr auf sie zukommen wird. Ich wünsche mir sehr irgendwann alle von dieser großartigen Idee zu überzeugen. Wie gesagt, die Tiwo ist die Königsform des Unterrichtens. Schüler zeigen was sie können, Lehrer haben vorher das Feld vorbereitet und können jetzt den Schülern beim Ernten zusehen.

Tagebucheintrag vom 06. Februar 2018

Seit gestern melden sich Schülerinnen und Schüler anderer Schulen für unsere Oberstufe an und es sind schon recht viele gekommen. Ob wir diese alle aufnehmen können, wird sich zeigen. Es kommen Schüler aus Realschulen und aus Gymnasien. Wir werden in den kommenden Wochen eine Auswahl treffen müssen und möglicherweise auch hier den ein oder anderen ablehnen. Wenn man bedenkt, wie viele Schüler wir inzwischen haben, gilt es stets darauf zu achten den Bogen nicht  zu überspannen. Was mich in diesem Jahr besonders gefreut hat, sind die vielen guten Zeugnisse und vor allem auch die vielen schönen Gespräche, die ich mit den Produzenten dieser Zeugnisse habe führen dürfen. Ich habe in viele Gesichter geschaut, die zeigten, wie sehr sie interessiert sind ihren Schulweg an unserer Schule weiterführen zu wollen.

Tagebucheintrag vom 05. Februar 2018

Mir geht es besser. Eigentlich wollen Sie das gar nicht wissen, ich schreibe es aber trotzdem. Die Sonne scheint und der Himmel ist tatsächlich blau, morgens ist es schon früher hell. Was das ausmacht. Bei mir, bei meinen Mitmenschen. Licht und Sonne, endlich sind die beiden wieder da. Ich arbeite bei diesem Wetter viel lieber, die Schritte sind leichter und vielleicht auch das Denken. Heute haben unsere Schülerinnen und Schüler ihre Zu- und Absagen erhalten, da wird in einigen Elternhäusern großer Jubel ausbrechen und in anderen große Trauer sein. Wir können nicht anders, wir haben 112 Plätze und viele Schüler, die wir nicht aufnehmen können. Vermutlich werden in den folgenden Tagen einige melden, manche einfach nur verzweifelt und die Frage stellend, ob doch noch etwas möglich sei, andere werden in einem Ton mit uns reden, das jeglichen Respekt vermissen lässt. Ich bin echt froh, wenn diese Woche vorbei ist. Vor allem auch für meine Mitarbeiterinnen im Sekretariat, die einem Schutzschild gleich mir vieles vom Leib halten. Auch hier kommt an, was überall gesät wird. Wer die Presse ganz schnell als Lügenpresse bezeichnet, sät Zwietracht unter den Menschen. Wenn es normal wird aggressiv zu schimpfen, mit dem Anwalt zu drohen und dann auch wieder mit der Presse, die man vorher als Lügenpresse bezeichnet hat, zu drohen, dann steuern wir Zeiten entgegen, die wir nicht haben wollen. Ich zumindest nicht.

Tagebucheintrag vom 02. Februar 2018

Im Weinbau würde man sagen, was für ein Jahrgang. So in etwa könnte man unsere jetzigen Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 beschreiben. 83 von 112 Schülern haben sich für die gymnasiale Oberstufe angemeldet und allesamt haben sie die entsprechenden Noten dafür. Böse Zungen, die noch niemals einen Schritt in unsere Schule gewagt haben, behaupten in diesem Falle immer wieder, dass es eben besonders leicht sei an einer IGS in die Klassenstufe 11 zu kommen. Doch für diesen Jahrgang können wir eigentlich nur sagen, dass er sich prächtig entwickelt hat. Viele Schülerinnen und Schüler engagieren sich über den Unterricht hinaus und gestalten aktiv ihre Schule mit. Irgendwie gehören sie fast mit zur Schulleitung. Ich bin so froh, dass wir sie haben.

Tagebucheintrag vom 01. Februar 2018

In der nächsten Woche ist bei uns wieder eine Tiwo. Tiwo steht für Themenintensivwochen. Ihr habt richtig gelesen, nicht Woche, sondern Wochen. Im Idealfall haben sich Schülerinnen und Schüler vorbereitet und in der eigentlichen Tiwo-Woche beschäftigen sie sich mit dem Material, welches sie in den vorausgegangenen Wochen durchgearbeitet haben. Also nicht eine Projektwoche, die vom Himmel fällt, sondern eine Woche in der Schüler richtig viel arbeiten müssen. Das ist die Idee einer guten Tiwo. Wenn ich eine sinnvolle Erfahrung machen möchte, muss ich investieren, Zeit, Hirnschmalz, und vielleicht sogar ein wenig Hingabe. Für Schülerinnen und Schüler kann das durchaus unangenehm sein. Es ist eben nicht die Lehrkraft, die dem Schüler einen Unterrichtsinhalt brühwarm serviert, sondern der Schüler selbst, der initiativ werden muss. Gute Schule fördert die Eigeninitiative, ja pocht geradezu darauf. Immer träume ich von einer Schule, in der Schülerinnen und Schüler mehr arbeiten als ihre Lehrerinnen und Lehrer. Ich kann das Ziel sehen, es ist jedoch noch ein wenig von uns entfernt.

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