Am heutigen Wandertag ist das schlechteste Wetter der letzten Wochen. Es hat abgekühlt und am Morgen gibt es den ein oder anderen Regenschauer. Ich selbst wollte bei einer Klasse mitgehen, wurde auf dem Fahrrad von einem Regenschauer überrascht und fuhr noch einmal nach Hause, um mich umzuziehen. Ich beschloss in die Schule zu fahren und mich um die Dinge des Alltags zu kümmern. Am vorletzten Schultag fallen immer wieder Kleinigkeiten an, die Zeitfresser sind und es gibt Gespräche mit dem ein oder anderen Kollegen, die harmlos beginnen und bei schwierigen Themen enden. Als Schulleiter begleitet man erwachsene Menschen als Vorgesetzter. Und in einem System mit 90 Lehrerinnen und Lehrern gibt es immer wieder Themen, die viele Gespräche erfordern. Wenn Menschen aus der Bahn geworfen werden, reagieren sie immer unterschiedlich und auch meine Reaktionen sehen in jedem Fall immer anders aus. Da gibt es nicht die eine Lösung. An diesem Donnerstag brauchte ich für mehrere Menschen individuelle Lösungen. An einem solchen Tag wünsche ich mir die professionelle Unterstützung, die dringend nötig wäre. Man hat zwar ein Schulleitungsteam, doch jene Menschen haben ganz viele andere Aufgaben und stehen deshalb als Partner bei besonderen Herausforderungen nicht zur Verfügung. Drüber schlafen ist schon ein gutes Motto, aber nicht immer möglich.
