7:00 Uhr, ich stehe auf, habe gut geschlafen, nach dem Duschen ein erster Kaffee und die Lage checken. Was für ein Abend, was für eine Nacht, das Team 5 leistet einen unfassbaren Job. Einige Kinder tun sich schwer, sie wollen nach Hause, manche sind sehr schwer zu beruhigen. Viele Gespräche und noch mehr Zuwendung, ein anstrengender Job. Viele bekommen genug Schlaf, einzelne weniger, um 4 Uhr in der Nacht verirrt sich ein Junge im Zimmer einer Kollegin, irgendwann schläft er doch ein, es gibt kein Geheimrezept gegen Heimweh, ein Stück weit gehört es wohl auch dazu, ich wünsche wirklich allen Kindern und Eltern, dass sie ihr Heimweh überwinden.
Nach dem Frühstück geht es ans Umziehen, ich werde Ranger Tom mit Hut, Khakihemd und entsprechender Hose , geschminkt werde ich auch noch. Und dann treffen wir uns, alle sind wunderbar und phantasievoll gekleidet. Die Kinder werden stauen. Alle Wetterapps haben fetten Regen versprochen, selbst Kachelmann war sich sicher. Doch unser Wetterman Bruchpilot Joe prognostizierte für 10 Uhr gutes Wetter und er hatte so was von Recht. Die Sonne brach durch und wir konnten draußen starten, alle Kinder standen mit ihren Fahnen, Bumbeldi und Bambabam erzählten den Kindern vom Dschungelcamp und wie gefährlich dieser Ort sei, dies führte wiederum bei einigen Kindern zu Tränen, irgendwie fielen Worte, die Angst erzeugten. Und dann kam der Auftritt von uns, die Dschungel- und Stammesältesten sorgten für ein großes Hallo, wir wurden gebührend empfangen. Die Vorstellung sorgte für Ekstase bei den Kindern, ihre Blicke verrieten Respekt, Freude, aber auch ein wenig Verunsicherung. Die Kinder würden den ganzen Tag Abenteuer bestehen. Heute Vormittag waren sie an vier Stationen, es galt Pflanzen zu bestimmen, Gerüche zu erkennen, einen Transport gemeinsam zu bestehen und ein Worträtsel zu lösen. Und überall konnten sie blaue Eier sammeln. Alle hatten unglaublichen Spaß und halfen einander. Jedes Kind hatte eine Komplimentehand, auf die andere etwas Schönes schreiben durften. Ein Kind kam zu mir und schrieb mir auf den Bauch: „Du bist ein toller Direktor“, ein anderes Mädchen kam zu mir, ich fragte sie , ob es ihr gut gehe, woraufhin sie mich einfach umarmte. Die Kinder sind fantastisch. Heute Nachmittag geht es weiter, wir essen gerade, der Hunger der Kinder ist gestillt, Zeit, auch etwas zu sich zu nehmen. Heute Nachmittag geht es weiter.
Das Wetter hält. Wir können raus, nach dem Essen haben wir nur kurz Pause. Wambabe und Wumbaba rufen alle um 13.30 Uhr wieder zusammen. Die vier letzten Prüfungen im Wald stehen an und die Dschungelchefs fordern alle auf, in den Wald zu kommen. Jetzt soll es richtig gerfährlich werden, es geht ins Moor, Bäume müssen transportiert, ein gefährlicher Weg überwunden werden und am Spinnennetz geht es darum, möglichst ohne das Netz zu berühren Aufgaben zu schaffen. 2 Stunden Arbeit unter Hochdruck. Und das nach diesem anstrengenden Vormittag. Aber das Ziel, dass alle wieder nach Hause dürfen, muss erreicht werden. Am Spinnennetz ist Kooperation und Zusammenhalt ebenso gefragt wie das gestern Gelernte umzusetzen. Am Spinnennetz bestehen alle vier Gruppen. Alle arbeiten völlig unterschiedlich, eine Gruppe kooperiert grandios, eine andere Gruppe besteht aus vielen Individualisten, die legen wie die Feuerwehr los, um festzustellen, dass dies zu heftigen Bewegungen des Spinnennetzes führt und plötzlich ist Stille , irgendwer hat die Riesenspinne Thekla Monstrosität gehört, wenn die kommt, gibt es nur eins: Weglaufen, so schnell einem die Füße tragen. Überall werden blaue Eier gesammelt und am Ende treffen wir uns alle am Hauptplatz, wo Wambabe und Wumbaba den Tag mit uns auswerten. Die Komplimentehände werden gezählt und dann wird es spannend, die gesammelten blauen Eier werden gezählt und die Dschungelchefs überlegen, ob die Kinder die Prüfung bestanden haben. Es wird leise im großen Rund, die Stammesältesten beraten sich und sprechen ihr Urteil, alle Gruppen haben den Dschungel siegreich verlassen, sie dürfen heute Abend Pizza essen und morgen tatsächlich wieder heimfahren. Niemand muss da bleiben. Gott sei Dank. Jetzt gerade entlädt sich die Spannung des Tages in der Jugendherberge, laut ist es, aber das gehört doch auch dazu, nicht wahr?













