Ich bin ganz früh wach, heute geht es auf große Fahrt nach Herrenwies in den Schwarzwald. Drei Busse warten auf aufgeregte Kinder, die von ihren Eltern verabschiedet werden, nicht allen fällt es leicht, die Kleinen loszulassen. Ich bin gespannt, wie sie sich schlagen und los geht es. Der Busfahrer beschließt, die Kommunikation zu uns abzubrechen und telefoniert die ganze Fahrt mit wechselnden Partnern. Das nervt, ist eigentlich schon auch ein wenig asozial. Aber so scheint das des öfteren zu sein, Ohrstecker und weg von der Welt. Ist das überhaupt erlaubt? Nach zwei Stunden Fahrt sind wir vor Ort, kaum angekommen, donnert es und der Regen setzt ein, die Kinder waren klasse auf der Fahrt, der Bus ist blitzesauber, klasse. Zimmer werden schnell bezogen und wir treffen uns zum Essen, das Personal hier ist großartig, das Essen passt, ich sitze mit Lea und Sofia am Tisch und werde prima unterhalten. Die Jugendherberge bietet alles, was man braucht, von Anfang an fühlen sich die Kinder wohl. Jetzt ist es gleich 14:00 Uhr und wir beginnen mit der Vorbereitung auf den morgigen Tag, ich bin heute Nachmittag bei der 5d dabei und bin gespannt, wie die Kinder unsere Spiele finden. Ich werde berichten.
Und weiter geht es an Tag 1
Um 14 Uhr geht es weiter, wir sind im Dschungelcamp und sind auf der Suche nach dem blauen Saphirvogel. Ihr kennt ihn nicht? Klar, der blaue Saphiervogel hat blaue Eier und lebt nur hier, deswegen sind wir hier in dieser Gegend, der Vogel hat seinen Horst hier ganz in der Nähe. Sophie und ich haben ihn heute auch tatsächlich schon gesehen. Die Kinder halten fieberhaft Ausschau, haben ihn aber noch nicht erblickt. Heute Nachmittag haben wir uns vorbereitet, draußen im Freien bei herrlichem Wetter. Das Roboterspiel forderte die ganze Konzentration, Nils und Elias, zwei ältere Schüler, leiteten die Spiele ganz wunderbar an und die Kinder versuchten, sich dem anderen anzuvertrauen, das ist nicht leicht. Blind gehen, nur ein leichtes Schultertippen, änderte die Richtung. Großartig wie sie mitmachten. Nicht jede oder jeder konnte es gleich richtig machen oder sich darauf einlassen, aber alle strengten sich an. Alles Vorbereitung für Morgen, den großen Tag, das Dschungelcamp. Der Krankentransport war ein schwieriges Vertrauensspiel, auf vier oder 5 Holzstangen wurde ein Kind abtransportiert. Und es klappte wieder, Wahnsinn. Ich bin sehr stolz auf die Kinder und schaue meinen Kolleginnen und Kollegen zu, die so liebevoll mit den Kindern umgehen. Jetzt sitzen wir im Speisesaal und warten auf die Hot Dogs, die wir gleich essen dürfen. Wenn die Kinder wüssten, was es morgen zu essen gibt, würden sie jubeln. Ich verrate es ihnen nicht, die Spannung soll ruhig bleiben. Alle sind aufgeregt und reden viel miteinander. Hier ist es einfach ruhig und der Schwarzwald sorgt für eine schöne Atmosphäre. Ich bin gespannt, wie die Nacht wird, ich werde berichten.
