2817. Das ist keine Jahreszahl, das ist die Anzahl der Fehler, die ich angezeigt bekomme, wenn ich die Schulstatistik, die jährlich erstellt werden muss, plausibilisiere. 2817. Spätestens am 11.09.2025, also in 11 Tagen, soll ich diese Statistik abgegeben haben. Ob das klappt sei dahingestellt. Ich versuche die Männer und Frauen vom Support zu erreichen, dies ist aber leider aufgrund hohen Telefonaufkommens nicht möglich. Also arbeiten Heike, Reiner und ich, alleine oder zusammen, an dem Thema weiter. Wir sitzen zu dritt vor den 2817 Fehlern und verteilen uns jeweils Arbeit. Heike und Reiner kümmern sich um die Oberstufe und ich mich um die Klassenstufen 5 – 10. Es gibt neue und altbekannte Fehler. Ein altbekannter Fehler ist bekannt aus den Vorjahren. Die Sprachenfolge der Kinder und die dort nötigen Eintragungen scheinen wie von Geisterhand trotz richtigen Eintrags in einen falschen zu mutieren. Ich habe schon öfters über das Problem mit der Statistik geschrieben aber so schwierig wie dieses Jahr war es noch nie. Wir drei arbeiteten am ganzen Nachmittag und Reiner sogar bis 20.30 Uhr und am nächsten Tag waren es keine 2817 Fehler mehr, sondern nur noch 550. Dann waren wir wieder zu dritt zusammen und haben bei der Sprachenfolge bei den Schülern der Oberstufe Korrekturen vorgenommen und abgespeichert. Einige von ihnen waren nach einer Plausibilisierung wieder da. Irgendwann besiegten wir das Programm und jetzt müssen nur noch die Lehrerdaten richtig im System stehen. Dieses Programm ist eine Zumutung. Warum ich das sage, folgt nun noch einmal deutlicher. Wenn die Plausibilisierung keine Fehler mehr bei uns findet, schicke ich die Datei ins sogenannte Backend. In diesem werden Berichte erstellt, zum Beispiel einen Prüfbericht für den Personalrat oder ein Datenblatt für jede einzelne Lehrkraft. In diesem Jahr geht das nicht. Das System hat eine Sicherheitslücke. Deshalb können keine Berichte erstellt werden. Die Lösung, die uns vorgeschlagen wird, lautet nun wie folgt. Wir geben die Datei an das statistische Landesamt frei. Im Nachgang erhalten wir die Berichte, die in der Nacht für uns produziert worden, per Dienstmail. Das ist zusätzliche Arbeit und wäre mit einem professionellen Programm sicherlich nicht passiert. Schafft dieses Edoosys endlich ab.
