Mittwoch, 24. September 2025

by Ralf Haug

Inklusion in der Schule bedeutet, dass alle Kinder – unabhängig von Behinderung, Herkunft, Sprache, Geschlecht, Religion oder sozialem Hintergrund – gemeinsam lernen und am Schulleben teilhaben.
Der Grundgedanke ist: Vielfalt ist normal und jedes Kind hat ein Recht auf Bildung in einer Umgebung, die seine individuellen Stärken und Bedürfnisse berücksichtigt.

Das heißt praktisch:

  • Schüler:innen mit und ohne Förderbedarf besuchen dieselbe Klasse.
  • Lehrkräfte gestalten den Unterricht so, dass verschiedene Lernwege möglich sind (Binnendifferenzierung).
  • Unterstützung kommt durch Sonderpädagog:innen, Schulassistenzen oder spezielle Förderangebote.
  • Ziel ist nicht „Anpassung an die Norm“, sondern Teilhabe, Chancengerechtigkeit und gemeinsames Lernen.

👉 Kurz: Inklusion heißt, Barrieren abzubauen und Schule so zu gestalten, dass jeder mitmachen kann.

So formuliert Chatgpt, wenn ich frage, was in der Inklusion in der Schule sei.

Ist das nicht alles ein heeres Ziel? Und die Praxis, wie sieht die aus? Schulpolitisch liegen wir hinter dieser idealen Sicht, wie sie Chatgpt beschreibt, weit zurück. Nicht jede Schule ist inklusiv. Zu viele weigern sich, ich sage, dürfen sich weigern, inklusive Schule zu sein. „Wir wollen keine Inklusion? Was sollen wir noch alles machen? Wir sind dafür da Schüler auf das Studium vorzubereiten, da brauchen wir nicht alle, das ist doch unmöglich zu schaffen“. Meine Antwort darauf ist völlig klar, schafft alle Schulformen, die exklusiv arbeiten wollen, sofort ab. Lasst alle Schüler:innen gemeinsam, bis sie 16 Jahre alt sind, in eine Schule für alle gehen. Ab dann gehen die einen in die Ausbildung und die anderen machen mit der Schule weiter, um evt. zu studieren. Nennt diese Schule bitte nicht Gymnasium. Ich habe es in diesem Tagebuch schon häufig geschrieben, das alte System ist tot, lasst uns ein neues schaffen.