Montag, 24. November und Dienstag, 25. November 2025

by Ralf Haug

Am Samstag hatten wir einen wunderschönen Tag der offenen Tür und wir konnten ganz viele erwartungsfrohe Kinder in Empfang nehmen. Mich berühren die Geschichten aus den Grundschulen, manche Kinder bringen schon ein Päckchen mit. Ganz viele aber auch nicht und es ist so schön sich mit den 9-Jährigen zu unterhalten, mit einem Kind habe ich sogar eine Waffel geteilt. Der Tag der offenen Tür zeigt sehr ehrlich was uns ausmacht. Beziehung, gute Beziehung, das ist der Schlüssel für eine gute Schule. Gute Schulen wissen wie wichtig es ist das ganze Kind in den Blick zu nehmen und nicht nur dessen Gehirn. Wenn ich sehe, wie schon Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 die neuen Kinder und ihre Eltern durch die Schule führen in ihren neu hergestellten BotschafterInnen-T-Shirts, dann geht mir das Herz auf. Am Sonntag machte ich mich mit zwei Kollegen auf in die Max-Brauer-Schule nach Hamburg. Wieder einmal waren beide Zugfahrten von einem hohen Erlebniswert geprägt, billig waren sie allemal, da wir für beide Fahrten einen Teil unseres Geldes wieder zurückbekommen. Sonntags war das schon ärgerlich, weil wir eigentlich am Nachmittag zu einer ersten Arbeitsphase in der Schule sein mussten. Die Max-Brauer-Schule ist eine Hamburger Stadtteilschule in Altona. Die Kinder gehen von der 1. bis zur 13. Klasse in diese Schule. Ein Gutteil der Schülerinnen und Schüler, die die Klassenstufe 5 besuchen, kommt aus dem eigenen Stall. Am Montag hospitierten wir und gaben dann der Schule am Nachmittag und am Abend eine Rückmeldung. Die Max-Brauer-Schule ist ein gutes Vorbild für andere, auch für uns. Die SchülerInnen arbeiten wirklich individuell und können sich ganz toll selbst organisieren. Ich verbrachte den Vormittag in der Grundschule und war begeistert. Die Lehrkraft coacht einzelne SchülerInnen, während wirklich alle an ihren Aufgaben Zeit verbringen. Unsere Rückmeldungen, die wir am Abend dem Kollegium überbrachten, wurden sehr interessiert aufgenommen. Der Besuch befand im Rahmen unserer Mitgliedschaft beim „Blick über den Zaun“ statt. Wir sind dort in einem Arbeitskreis mit 7 anderen Schulen aus ganz Deutschland. Zwei Mal im Jahr besuchen wir einander und kommen als kritische Freunde. Peer Review nennt man das in der Fachsprache, also übersetzt könnte man das mit dem Satz „Begutachtung durch Fachkollegen“. Und wir sind eben nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde. Solche Besuche bringen sowohl Gäste als auch Gastgeber weiter. Den nächsten Besuch gibt es an der Evangelischen Schule in Berlin Mitte, im Herbst 2027 werden wir wieder an der Reihe sein.