Einer meiner Lieblingsbegriffe ist „Wohlstandsverwahrlosung“. Immer wieder geht in der Diskussion um so genannte Brennpunktschulen, um Menschen aus prekären Lebensverhältnissen. Gemeint sind Menschen, die sich in einer Armutsspirale befinden, aus der sie einfach nicht mehr herauskommen. Meist haben solche Menschen einen Generationenvertrag, einmal Hartz IV, immer Hartz IV. Es ist sicherlich richtig, dass es diese Tendenz gibt, das hat aber nichts mit dem Begriff der Wohlstandsverwahrlosung zu tun. Da spreche ich von einer ganz anderen gesellschaftlichen Clique, von Menschen, die genug Geld haben und keine Sorgen machen müssen, wenn sie an den nächsten Urlaub denken. Da kann es passieren, dass Kinder in einer gewissen Weise vernachlässigt werden oder so gepimpert werden, dass ihnen alles aus dem Weg geräumt wird, wenn nötig, vor Gericht. Vor solchen Zeitgenossen muss man sich in Acht nehmen, mit manchen bekommt man richtig Ärger, wenn man sie piesackt. Mir persönlich bereitet es durchaus Vergnügen mich mit solchen Menschen anzulegen. Als Schulleiter ist dies meine Pflicht, geneigte Leser dieses Tagebuches wissen, was nun folgt. Ja, das Kind ist mein Kunde und nicht die Eltern. Sollten Eltern doofe Dinge tun und mein Kunde leiden, ist es meine Pflicht zu piesacken.
