Die Tiwo hat begonnen und ich habe eine eigene Gruppe. Sechs Schulstunden haben wir uns heute mit dem Thema „Lesen und Schreiben“ beschäftigt. 16 Kinder, die einfach darauf Lust haben. Schule völlig ohne Bewertung und alle 16 haben den ganzen Tag konzentriert gearbeitet. Da sind ganz unterschiedliche Kinder dabei, Leseratten, Vielschreiber, Garnichtschreiber, Begabte und Hochbegabte. Ein herrliches Arbeiten. Zuerst sucht und findet jeder ein Buch und liest und dann geht es an´s Schreiben. Jeder findet sein Thema, auch meine beiden Jungs, die ich später Stadler und Walldorf nenne, nachdem alle und ich auch einen Spitznamen erhalten haben. Ich bin Herbert. Ein Junge schreibt vier Seiten und sagt, dass dies die Vorgeschichte sei, vor der eigentlichen Geschichte. Ich zeige den Kindern, wie ein sinnvoller Einsatz von KI an der Stelle aussehen könnte, fotografiere den handgeschriebenen Text ab und lasse ihn transscribieren, also in Maschinenschrift schreiben. Erstaunlicherweise gelingt das sehr gut, obwohl der Junge eine „Sauklaue“ hat. Danach zeige ich den Kindern, wie es mit KI weitergehen könnte. Ich schreibe: Gib mir verschiedene Ideen, wie es weitergehen könnte. Die KI liefert mir sieben Ideen, eine besser als die andere. An der Stelle ist KI sinnvoll eingesetzt, er könnte sich eine Idee raussuchen und diese ausformulieren. Keine Leistung ist es, sich eine Idee von der KI ausformulieren zu lassen. Das übrigens verstehen die Schüler sofort. Ganz schön, als der Junge sagt, dass ihm keine Idee so richtig gefalle und er selbst schon eine eigene im Kopf habe. Um 13.15 Uhr verabschieden wir uns alle und ich jedenfalls bin sehr zufrieden.
