Tagebucheintrag vom 07. Januar 2020

by davidhaller

Heute am ersten Schultag im neuen Jahr müssen sich alle zuerst einmal wieder zurecht finden und aufpassen nicht gleich wieder von der Arbeit überrollt zu werden. Der Notenschluss ist nahe, Zeugnisse müssen geschrieben und ausgeteilt werden, die letzten Noten werden gemacht und es herrscht eine hohe Betriebsamkeit. An solchen Tagen wird mir wieder bewusst, wie unsinnig es ist Noten geben zu müssen. Wie kann ich eine Leistung im Fach Religion, in Sport oder in Musik tatsächlich mit einer Note bewerten wollen? Warum ist es nicht möglich Noten auszusetzen und dies mit Schülern zu vereinbaren, es ihnen zu erklären? So mancher Notenbefürworter kontert dann, in dem er darauf verweist, dass Schüler Noten unbedingt wollen, verschweigt aber dabei, dass es sich nur um einen Teil der Schüler handelt, nämlich jenen, der sowieso mit einer guten Note bedacht werden würde. Für den anderen Teil und den gibt es ja auch wäre dies nicht so dringend wichtig. Wenn ich an meinen Unterricht denke, freue ich mich auf meine Schülerinnen und Schüler und habe große Lust mit ihnen gemeinsam zu lernen. Wenn es dem Lehrer Spaß macht, macht es meistens dem Schüler auch Spaß. Natürlich ist nicht in jedem Alter die Lernfreude gleich hoch, wer selbst an seine Zeit als Schüler zurückdenkt, und das tut wirklich gut, der weiß, wie sehr man in bestimmten Jahren seiner Entwicklung zu kämpfen hat. Und das gehört vielleicht auch so. Und dennoch, am meisten Spaß in der Schule hat man, wenn man Lust hat auf Unterricht.

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