Lernen & Entwicklung – Woran wir uns orientieren und wie wir das umsetzen

Berufs- und Studienorientierung

Verpflichtendes Praktikum in Stufe 9

Das verpflichtende Berufspraktikum wird an der IGS Landau zu Beginn der Klassenstufe 9 gemacht. In den ersten drei Wochen nach den Sommerferien haben alle Schülerinnen und Schüler dieser Klassenstufe die Möglichkeit, intensiv in Berufe „hinein zu schnuppern“. Sie können dabei in den drei Wochen an einer oder an zwei Praktikumsplätzen sein und werden von Lehrkräften der Schule betreut. Verpflichtend muss von den Schülerinnen und Schülern eine Praktikumsmappe angefertigt werden, die im Rahmen des Faches Deutsch in die Schuljahresnote eingeht.

Freiwilliges Praktikum

In den Ferien und bedingt auch während den Unterrichtszeiten können Schüler und Schülerinnen immer ein freiwilliges Praktikum machen. Wichtig ist hierbei, dass es über die Schule angemeldet wird, da sonst nur eine private Haftpflicht- und Unfallversicherung besteht! Ein Formular für die Anmeldung finden Sie im Downloadbereich.

Praxistag

Der Praxistag ist ein Baustein der Berufsorientierung an der IGS Landau. Durchgeführt wird dieses Projekt in der Regel mit Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen, die den Abschluss der „Berufsreife“ anstreben. Der Praxistag gliedert sich in drei Phasen:

  • Vorbereitungsphase: an drei Schultagen im September/Oktober wird der Praxistag vorbereitet. Hier stehen die Bewerbung, das Vorstellungsgespräch, persönliche Stärken und Interessen und das Kennenlernen von verschiedenen Ausbildungsberufen im Vordergrund. Die Vorbereitungsphase findet in der Schule statt und wird von einem erfahrenen Berufsberater betreut.
  • Praxisphase: diese Phase beginnt nach den Herbstferien und endet mit den Osterferien. Die Schülerinnen und Schüler sind in dieser Phase an einem Tag jede Woche in einem von ihnen ausgewählten Ausbildungsbetrieb und absolvieren ein Tagespraktikum.
  • Nachbereitungsphase: in etwa 5 Terminen wird das Praktikum nachbereitet: was lief gut, was hat mir gefallen? was muss ich tun, um eine Ausbildungsstelle zu bekommen? geht es schulisch weiter? geht es in die Ausbildung? …

Der Praxistag ist ein sehr gutes Projekt, um intensiv erste Erfahrungen mit der Berufswelt zu sammeln. Zwei Effekte sind immer wieder festzustellen:

  1. Die Schülerinnen und Schüler, die im Praxistag waren, haben eine konkretere Vorstellung von ihrer beruflichen Zukunft. Sie wissen nun, welcher Schulabschluss notwendig ist, um den „Wunschberuf“ lernen zu können. Meist werden die schulischen Leistungen dadurch deutlich besser, da der benötigte Abschluss bewusster angestrebt wird.
  2. Die Schülerinnen und Schüler kommen mit einem unterschriebenen Lehrvertrag aus ihrem Praktikum.

10 Fragen und Antworten zum Praxistag

An welchem Wochentag wird der Praxistag stattfinden?

Das machen wir vom Stundenplan abhängig. Wir werden den Tag wählen, der vom Unterrichtsausfall für die PT-Teilnehmer am günstigsten ist.

Welche Unterrichtsstunden versäumen die Schüler? Wird hier ein entsprechender Tag ausgesucht - oder was lernen die Mitschüler, die in der Schule verbleiben?

Die Teilnehmer des Praxistages sollen möglichst wenig Mathematik, Deutsch und Englisch versäumen. Es wird ein Tag in der Woche so geplant, dass dort eher „Randfächer“ liegen.

Zu welchen Uhrzeiten wird der Praxistag stattfinden?

Die Uhrzeiten müssen natürlich mit dem Betrieb geklärt werden, in dem der Schüler / die Schülerin den Praxistag macht. Beginnt der Betrieb seine Arbeit um 8.00 Uhr, dann beginnt auch der PT um 8.00 Uhr. Es gelten die normalen Arbeitszeiten des Betriebes im Rahmen der Jugendarbeitsschutzbestimmungen.

Mit welchem Träger arbeitet die Schule zusammen und wie funktioniert die Bewerbung, bzw. Auswahl des Praktikumsplatzes?

Das Land RLP hat es neu zur Auflage gemacht, dass die Träger ein Angebot machen müssen. Hierzu muss die Schule mindestens drei Angebote von verschiedenen Trägern einholen und dann das für die Schule beste Angebot auswählen. Dieses Verfahren läuft gerade, sodass wir noch nicht sagen können, mit welchem Träger wir zusammenarbeiten werden.

Nach den Sommerferien haben wir in den neunten Klassen das verpflichtende Praktikum. In dem Betrieb, in dem dieses Praktikum war, könnte der Schüler / die Schülerin auch den PT-Platz haben. Die SuS haben Erfahrung mit dem Boy‘s & Girl‘s-Day, vielleicht kann man hier nachfragen. Auch wir (Tutoren, Stufenleitung) helfen bei der Praktikumssuche.

Wie wird der Unterrichtsausfall der Schultage gehandhabt, in denen die Schüler und Schülerinnen in den Betrieben sind?

Alle Lehrkräfte sind ganz klar darauf hingewiesen, die Fehlzeiten bei der Notengebung zu berücksichtigen. Den Praxistagteilnehmern dürfen keine Nachteile entstehen!

Wie wird die Benotung in den Fächer sein, die nicht besucht werden konnten, bzw. ist eine Benotung mit dieser Ausfallzeit überhaupt noch möglich?

Die Praxisphase des PT beginnt nach den Herbstferien Ende Oktober und endet vor den Osterferien. Noten werden vor bzw. nach der Praxisphase gemacht. Wobei auch hier gilt: nicht zum Nachteil der Teilnehmer!

Wird das Praktikum selbst benotet? – Wenn ja - wer benotet? Oder gibt es nur die Bewertung des Trägers/Betriebes.

Eine Note kann auf freiwilliger Basis z.B. in Deutsch erworben werden (führen eines Tagebuchs…) Wir wollen die PT-Teilnehmer nicht „zwangsverpflichten“, da dies eine zusätzliche Belastung bedeuten würde. Zudem gibt es ein Zertifikat der Schule, das bei Bewerbungen hilfreich ist.

Besteht durch das Praktikum überhaupt eine Chance, dass die Berufsreife erreicht werden kann?

Die Erfahrung zeigt: die Praxistagteilnehmer schaffen sehr häufig sogar den Übergang in die 10. Klasse, entgegen den Prognosen des 8. Schuljahres! Gehen die Jugendlichen nicht in den PT, dann „dümpeln“ sie weiter in der Schule, machen ihren Berufsreifeabschluss (oder auch nicht) und wissen dann erst mal nicht, wie es weitergeht. Die Jugendlichen, die den PT durchführen, bekommen eine Perspektive, wissen, dass sie einen guten Abschluss brauchen. 80 % der PT-Teilnehmer schaffen anschließend sogar den Übergang ins 10. Schuljahr, weil ihnen klar wurde, dass sie die Mittlere Reife brauchen, um eine passende Ausbildung zu machen!

Findet der Praxistag in den Weihnachtsferien und Winterferien statt?

Nein, in Ferienzeiten oder den beweglichen Ferientagen findet auch kein Praxistag statt, es sei denn, der Schüler, die Schülerin möchte freiwillig in den Betrieb gehen.

Sind die Schüler und Schülerinnen an den Praxistagen versichert?

Ja, genau wie beim verpflichtenden Praktikum werden die Schüler und Schülerinnen über die Schule unfall- und haftpflichtversichert sein.

Strahlemann - Talent Company

Um Jugendlichen in Deutschland zu helfen, den oft schwierigen Übergang von der Schule ins Berufsleben zu meistern, hat die IGS Landau eine Kooperation zum Bildungsprojekt Talent Company. Die Schüler/-innen werden während des Prozesses der Berufsorientierung begleitet, gefördert und mit Unternehmen bekannt gemacht, die ihrerseits passende Auszubildende finden können.

Die Talent Company als Fachraum für Berufsorientierung ermöglicht eine praxisnahe Berufsorientierung und bringt regionale Ausbildungsplatzangebote aus erster Hand in die Schule. Hemmschwellen werden minimiert – für Schüler/-innen, Lehrer/-innen und Ausbildungsbetriebe. Die Berufsorientierung erhält eine räumliche Verankerung und Präsenz im Schulalltag. Die Kooperation mit der Talent Company bietet die Möglichkeit, mit Stärken und Talenten wahrgenommen zu werden – von Lehrern/-innen und Unternehmen. Wir schaffen so eine Unterstützung, um alle jungen Menschen auf ihrem Weg in das Berufsleben abzuholen.

Ein Fachraum für Berufsorientierung – Zusammenarbeit von Schule und Unternehmen

Die Berufsorientierung erhält eine räumliche und symbolische Verankerung durch eine nachhaltige Präsenz des Fachraumes für Berufsorientierung im Alltag der Schule. So wird die Berufswelt bereits in der Schule greifbar und real.

Jede Talent Company besteht aus vier Bereichen:

  1. Seminar- und Workshopbereich, bspw. für Berufsvorstellungen, Bewerbertrainings oder Workshops
  2. Lounge-Bereich, für eine gemütliche ungezwungene Atmosphäre für Einzel- oder Kleingruppengespräche auf Augenhöhe
  3. Arbeitsplätze mit hochwertigen PCs und einem Drucker für selbstständiges Arbeiten und das Erstellen professioneller Bewerbungen
  4. Job Wall, regionale Ausbildungsbetriebe stellen ihr Unternehmen und ihre Ausbildungsplatzangebote vor.

Girls´- and Boys´- Day

Am Girls'Day öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Die Mädchen lernen dort Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Oder sie begegnen weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik.

Der Boys'Day – Jungen-Zukunftstag ist ein Baustein in der Berufsorientierung, der Jungen dabei unterstützt, Arbeitsbereiche kennenzulernen, in denen bisher eher Frauen tätig sind. Außerdem können Jungs sich in Workshops mit den Themen „Berufs- und Lebensplanung“ „Rollenbilder“ und “Soziale Kompetenzen“ auseinandersetzen.

Kooperationsprojekt mit der Handwerkskammer

BOP – Entdecke dein Talent: Die Ärmel hochkrempeln und verschiedene Berufe selbst ausprobieren – darum geht es in den Werkstatttagen. Die praktische Erfahrung der Werkstatttage ist für viele junge Menschen ein erster, positiver Kontakt mit der Berufswelt. Die Tage finden in den überbetrieblichen Werkstätten der Handwerkskammer statt. Dabei steht statt Mathematik oder Englisch Schreinerarbeiten, Malern oder Trockenbauarbeiten auf dem Stundenplan. Teilnehmen können an den insgesamt 10 Werkstatttagen Schüler und Schülerinnen der 8. Klassen.

Kompetenzanalyse Profil AC

Die Kompetenzanalyse Profil AC ist ein erprobtes und bewährtes Assessment-Center-Verfahren zur Ermittlung der individuellen überfachlichen und berufsbezogenen Kompetenzen sowie der Studien- und Berufsinteressen von Jugendlichen und Erwachsenen. Wir führen Profil AC mit Schülern und Schülerinnen der 8. Klassen zur Unterstützung der beruflichen Orientierung und individuellen Förderung durch.

Mit dem Verfahren wird ein individuelles, ressourcenorientiertes Kompetenzprofil mit persönlichen Stärken und Entwicklungspotenzialen erstellt. Die Ergebnisse der Kompetenzanalyse dienen als Grundlage für eine individuelle, auf die Bedürfnisse des einzelnen Jugendlichen ausgerichtete Förderung.

Berufsberatung

Berufsorientierungs-Sprechstunde der Arbeitsagentur

Wöchentlich ist bei uns an der Schule die Berufsberatung der Arbeitsagentur, um in Gesprächen Schüler und Schülerinnen bei deren Berufswahl zu unterstützen.

Übergangscoach

Das Bundesland Rheinland-Pfalz führt eine neue, landeseigene Maßnahme für Schülerinnen und Schüler, die Unterstützung bei der Vorbereitung des Übergangs von der allgemeinbildenden Schule in Ausbildung benötigen, durch: der Übergangscoach.

Geschultes Personal externer Maßnahmenträger arbeitet in Einzel- oder Gruppenformaten intensiv mit den Jugendlichen, um sie im Berufswahlprozess zu coachen. Im Mittelpunkt stehen Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen. Unser Coach ist an der IGS-Landau wöchentlich an einem Schultag zu Beratungsgesprächen an der Schule.

Themenintensivwoche Klasse 8

Im Rahmen der Themenintensivwoche TiWo besuchen die 8. Klassen das Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur, unternehmen einen Berufserkundungstag und setzen sich eine Woche mit Fragen der Berufsorientierung auseinander:

Was sind meine Stärken und Interessen

Wie bewerbe ich mich richtig

Wie kann ich meinen Traumberuf finden

Das sind unter anderem Fragen, die in dieser TiWo gestellt werden.